Battlefield Hardline: Kampagne wird im Modus “Komödie” gespielt

Zwölf Minuten und einundvierzig Sekunden dauert die Vorstellung des Singleplayers von Battlefield Hardline auf der Gamescom 2014 und etwa genauso lange hat es gedauert, bis ich vom Glauben abgefallen bin. Vielleicht bin ich mit Mitte 30 einfach zu alt für modernes Storytelling, vielleicht habe ich in meiner Jugend zu viele anspruchsvolle Kampagnen durchgespielt, und ganz vielleicht ist die Kampagne in Hardline auch einfach total stumpf. Spannung sieht für mich jedenfalls anders aus, von den vielen logischen Fehlern einmal ganz zu schweigen. Ich möchte mich deshalb eigentlich gerne so richtig über ein paar Schlüsselszenen aufregen. Und weil das hier unser Blog ist, mache ich es einfach!

5:11 min – Kollektiver Stumpfsinn?

Los geht es direkt bei der ersten großen Schießerei in der fünften Minute. Während ich das Durchqueren des (zugegeben dunklen) Flurs vor dem Aufenthaltsraum der Gangster gerade noch durchgehen lasse, ist es spätestens beim Wurf  der Patronenhülse vorbei. Da verlässt einer der bösen Jungs die Gruppe, weil er etwas komische gehört hat, spricht dabei aber kein einziges Wort zum Rest? Und selbst wenn er sich so mir nichts dir nichts verkrümelt, wirft dann normalerweise nicht wenigstens einer der anderen einen Blick hinterher? Die Vorstellung, den Korridor im direkten Sichtfeld der Gruppe quasi im Stealth-Modus zu durchqueren, ist ungefähr so realistisch wie mittags um zwölf unbemerkt nackt durchs Brandenburger Tor zu laufen.

6:23 min – Wir sind Unsichtbar!

Ähnlich stumpf scheint auch das Wachpersonal zu sein, das keine Reaktion auf das Erscheinen der beiden Protagonisten auf dem Hügel über dem Camp zeigt. Die Tür fliegt auf, echte Deckung gibt es nicht wirklich und eigentlich besteht auch hier direkter Sichtkontakt. Die beiden Wachen am Tor und auf dem Dach interessiert das dennoch nicht, obwohl die Spielfigur den Scan am Ende des Dialogs ganz offensichtlich im Stehen durchführt. Spieltechnisch kommt hier ungefähr so viel Spannung auf, wie bei einer der “ganz unauffälligen“ Beschattung von Zielpersonen durch “Lenßen und Partner” – also gar keine!

7:28 min – Stealth Modus

Dass die Wachen vollständig debil sind wird spätestens eine Minute später deutlich, als es unter den Augen des Postens auf dem Hausdach erst im Trab den Hügel hinab geht, um dann im direkten Blickfeld der beiden Wachen am Tor die Straße zu überqueren (Srsly!?!). Und die machen…. nichts. Keinen Lärm und keinen Alarm, einfach nichts! Was für eine hochdramatische Story.

7:52 min – Grenzdebile KI

Wir sind in Minute 7:52 angekommen und die neue “Freeze”-Funktion wird vorgestellt. Hier passieren so viel unlogische Dinge auf einmal, dass ich langsam zwischen Lachen und Weinen schwanke. Ein gekauftes Spiel hätte ich an dieser Stelle beendet und sofort bei eBay zum Wiederverkauf eingestellt. Los geht es mit dem laut gebellten Befehl “Freeze”, der die beiden Gangster zur Aufgabe zwingen soll.  Auswirkungen hat der Lärm wieder nicht. Es gibt keinen Alarm, obwohl direkt hinter dem Wellblech zahlreiche Gegner postiert sind, die das Geschehen einfach mitbekommen haben MÜSSEN. Grenzdebil ist hier jedoch nicht nur die KI, sondern auch die Story. In jedem mittelmäßigen Actionfilm käme nach dem Freeze die überraschende Wende, wenn die anfangs noch verdutzten Gangster ihre Kumpanen zur Hilfe rufen und somit den Spieß umdrehen. Nicht so in Battlefield Hardline. Hier lassen sich die harten Jungs einfach mucksmäuschenstill festnehmen und Handschellen anlegen. Und jetzt nimmt das Drama erst richtig seinen Lauf.

9:15 min – Langsam wird’s lächerlich

Weiter geht es ins Innere der Basis, wo den Spieler direkt eine weitere Schlüsselszene erwartet, bei der die Geschichte endgültig zur Lachnummer wird. Quasi unter den Augen zweier weiterer Gangster wird ein dritter ausgeschaltet. Die Vorstellung, dass die von rechts ins Bild laufende Person dabei nichts von der Bewegung in seinem direkten Sichtfeld mitbekommt, entbehrt einfach jeder Realität. Denn immerhin spielt sich das alles bei Tageslicht ab und der Protagonist verfügt nicht über Superkräfte.Dass da plötzlich einer umfällt und zur Seite geschafft wird muss einfach auffallen. Dazu stellt sich die Frage, warum die draußen vor dem Zaun festgesetzten Jungs nicht einfach um Hilfe rufen. Ich würde das jedenfalls machen, denn meine Kumpels am Tor stehen ja quasi um die Ecke. Oder anders gesagt: langsam wird’s lächerlich!

10:01 min – Ich will nicht mehr!

Wir sind in der zehnten Minute angekommen und obwohl wir inzwischen ganz in der Nähe einen weiteren Gegner ausgeschaltet haben, haben die eben noch so aktiven und lauffreudigen Kameraden nichts davon mitbekommen. Noch schlimmer kann es eigentlich nicht werden – dachte ich jedenfalls. Dann kommt die Szene mit der Münze. Seitlich schleicht sich der Charakter an eine weitere Wache heran und wirft – ebenso seitlich – eine Münze vor dessen Füße. In der verqueren Logik dieser Kampagne rennt die Wache dann selbstverständlich direkt auf diese Münze zu und wird überwältigt, anstatt sich umzuschauen woher das Ding gekommen sein könnte.  Ich mag nicht mehr!  Hoffentlich ist es bald vorbei.

10:44 min – Die Erlösung

Kurz vor dem Ende werde ich dann endlich erlöst. Nachdem er sich still und leise zu seiner Ausrüstung vorgearbeitet hat, spaziert unser Held einfach auf den Hof und fängt eine Schießerei an. In Battlefield-typischer (und inzwischen leider wirklich abgelutschter und langweiliger) Manier fliegt dann einiges in die Luft und die Gegner fallen wie Fliegen. So viele Treffer, wie die Spielfigur dabei einsteckt, kann (nein MUSS) die Schwierigkeitsstufe eigentlich auf  “Kommt nicht mit Niederlagen klar” stehen. Andernfalls hätte alleine durch die vielen Treffer in den Rücken Schluss sein müssen. Randnotiz: sich einfach einmal umdrehen und die Gegner auf dem Dach(?) zu eliminieren, ist anscheinend zuviel verlangt. Wie auch immer: mit Seil und Enterhaken geht es erst einen Wachturm hinauf, dann mit der Zipline aus dem Camp heraus. Als die KI während dieser Kletternummer auch noch ernsthaft den Sichtkontakt zur Spielfigur verliert und ein “Did you see him” durch meine Lautsprecher schallt, ist der Würfel bei mir endgültig gefallen. Als Komödie ist die Vorstellung immerhin brauchbar und begleitet von meinen spontanen Lachsalven findet der finale Abgang an der Zipline statt – übrigens über die Köpfe der gesamten Meute hinweg (Lolwut ^^).

Und jetzt mal Spaß beiseite: EA, ist das wirklich euer Ernst? Falls ja, macht doch bitte zukünftig im Vorspann deutlich, wenn ihr eine Demo im Modus “Super-super-Extreme-Easy” spielt! Andernfalls kann ich eure Spiele wirklich nicht mehr ernst nehmen.

Wer sich selbst ein Bild verschaffen möchte, kann das übrigens hier tun

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Battlefield 4: Hat EA den Leak geplant?

Die Verwunderung war groß. Als am letzten Samstagmorgen die ersten Artikel über einen Leak von Battlefield 4 (BF4) im Internet kursierten, staunten viele Spieler nicht schlecht. Schließlich lag die Veröffentlichung des letzten Serienteils nur gut neun Monate zurück. Die Versorgung mit Downloadble Content (DLC) wurde von Beginn an den Fans zugesichert und mit Back to Karkand, Close Quarters, Armored Kill, Aftermath und End Game auch eingehalten. Battlefield 3 (BF3) auch nach Release lange zu unterstützen war das ausgegebene Ziel von DICE und sicherlich auch im Interesse des Publishers Electronic Arts (EA). Mit Battlefield Premium hatte die Spieleschmiede aus Schweden weiteres Material für Langlebigkeit geschaffen und dank Battlelog eine unmittelbare Schnittstelle zum Internet und der Community errichtet. Alles deutet darauf hin, dass ein weiterer Serienteil etwas auf sich warten lässt. Gerade deswegen überraschte der Leak. Doch bei näherer Untersuchung des “Ausrutschers” im Origin Store stellt sich die Frage: Hat EA den Leak bewusst herbeigeführt?

Freddie Wong – Ein alter Bekannter
Kurz nach der Veröffentlichung von Battlefield 3 machte ein aufwendig produziertes Video im Netz die Runde. In einem TV Werbespot wurde der Titel damit beworben, dass Battlefield 3 kein normaler Ego-Shooter ist. Ein Squad macht sich auf den Weg den Gegner auszuschalten, indem sie (Battlefield-typisch) Sprengstoff an einen Bagger heften und damit hinter die feindlichen Linien rollen. Das besondere: Das Video wurde nicht in Spielgrafik gedreht, sondern mit echten Schauspielern und greifbarer Umgebung. Produzent des Spots: Freddie Wong aka. Freddie W. E-Sportler, Musiker und eben Filmemacher. Am letzten Dienstag veröffentlichte er auf seinem Youtubekanal ein neues Video. EA Break-in zeigt auf amüsante und spektakuläre Art den Einbruch von Wong in ein EA Gebäude. (Um welche Niederlassung es sich handelt, können wir nicht genau sagen. Aber Wong läuft an EA Werbebanden vorbei, die dort sehr wahrscheinlich nicht extra aufgestellt wurden. (2:48- 2:55)) Den Inhalt des Leaks sendet Wong in dem Video per Mail an “das Internet” weiter. Als Absender der Mail ist Duncan Fairley angegeben. Laut seinem LinkedIn Profil momentan im Bereich “Entertainment Marketing” bei Electronic Arts angestellt. Es scheint also, dass EA dieses Video bei Wong in Auftrag gegeben hat, ähnlich dem Werbespot zu Battlefield 3. Zudem muss beachtet werden, dass ein solch aufwendiges Video nicht innerhalb von zwei Tagen geplant, gedreht, editiert und veröffentlicht werden kann. Zudem erschien das Video am selben Tag, wie die öffentliche Bestätigung seitens EA und DICE.

Gut geplantes Marketing
Nach dem Leak versuchten sich sowohl DICE, als auch Publisher Electronic Arts im Schweigen. Während der offizielle Battlefield Twitter-Account darauf verwies “momentan keine Neuigkeiten” zu haben und auf den Blog verwies, gab es seitens der schwedischen Entwickler kein Statement zu Battlefield 4. Erst mit der offiziellen Verkündung am Dienstag meldete sich das Team mit einem Update zu Wort. Wenn die Hinweise zusammenhängend gesehen werden, deutet einiges darauf hin, dass der Leak von Battlefield 4 geplant und erwünscht war. Der nächste Medal of Honor Teil soll mit der sicheren Betateilnahme am Nachfolger eines der erfolgreichsten EA Spiele überhaupt, gepusht werden. Aus Sicht der Marketingmanager ein überaus erfolgreicher und schlauer Leak. Das diese Methode immer öfters von Publishern genutzt wird, ist längst kein Geheimnis mehr und überhaupt nicht verwerflich. Doch irgendwie bleibt ein fader Beigeschmack. So oder so: Die Verwunderung über eine Battlefield 4 Beta Ende 2013 bleibt.

(Vielen Dank an Teammitglied Dayjay dem die Zusammenhänge zuerst aufgefallen sind!)

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Versprechen sind zum Brechen da

Ist das wieder so ein Abgesang auf die Serie? Das fragen sich wohl einige unserer Leser, wenn sie die Überschrift dieses Eintrages lesen. Das kann ich aber auch ganz einfach beantworten: Nein.

Um einen Abgesang schreiben zu können, muss der Verfasser mit Herzblut an der Thematik hängen, Schweiß und Blut in die Sache stecken und “nah dran” sein. Das alles bin ich nicht mehr. Und ich bin sehr froh darüber. Im (immernoch) jungen Alter von der Videospielmaterie zu entfliehen war eine sehr gute Entscheidung. Das Leben besteht aus vielen, vielen anderen, wichtigeren Dingen. Die Einen sehen das früher ein, die Anderen später. Viele letztendlich gar nicht.

Ein weiterer Grund ist die Heuchelei in der Branche. Als heranwachsende Person ist die Videospielbranche wohl so ziemlich das fantastischste Arbeitsfeld auf der Erde. Tolle Spiele, die von super sympathischen Menschen entwickelt werden die stets den Kontakt mit mir aufrecht erhalten. Diese netten, hippen Entwickler bringen dann irgendwann einen Nachfolger zu diesem Spiel, welches stundenlang Spaß machte. Die Fans kaufen es. Sie spielen es. Sie kaufen Addons, DLCs und vielleicht auch Fanartikel und Sondereditionen. Jeder kleine Newsschnipsel von Seiten des Publishers wird aufgenommen, verwertet und weitergeleitet. Bei machen Spielern habe ich öfters das Gefühl gehabt, dass wie Lemminge alles hingenommen wird. Ein Hund freut sich unzählbar oft, wenn Herrchen ihm einen Ball zu wirft. Doch irgendwann jagt er dem Ball nicht mehr hinterher.

Ein sehr beliebter Newsschnipsel in den letzten Jahren war eine Aussage von Executive Producer Patrick Bach. Der DICE Mitarbeiter versprach nach dem Release von Battlefield Bad Company 2: “We’ll Never Charge for New Maps“. Frei übersetzt bedeutet das: DICE würde niemals für Zusatzkarten von den Spielern Geld verlangen. Die Freude war groß in der Community. Diese Aussage wurde schlau platziert, denn in der Branche war das Bezahlmodell “Downloadable Content” stark im Kommen und unter Spielern sehr verpöhnt. Die schwedischen Entwickler wurden als Gegenstück zu Activision/ Blizzard und der Call of Duty Reihe hervorgehoben. Schließlich verlangten diese für Zusatzinhalte unverschämt hohe Preise. Ein massiver Imagegewinn für DICE und Electronic Arts. Als Battlefield 3 auf der E3 2011 vorgestellt wurde, präsentierte Treyarch Call of Duty: Elite. Ein Premiumdienst für die Serie, die mit Black Ops 2 fortgesetzt wurde. In einem Videointerview verneinte Ex- DICE CEO Patrick Söderlund einen Premiumdienst für Battlefield 3 in der Art von CoD Elite.

Nun ein knappes Jahr später wissen wir mehr: Battlefield 3 besitzt nun auch einen Premiumdienst und für neue Karte muss ebenfalls Geld bezahlt werden. Ich verurteile diese Vorgehensweise nicht. Sowohl DICE als auch EA sind keine heiligen Samariter, die ihren “Fans” einfach nur super Videospiele präsentieren wollen. Es sind Firmen mit zig hunderten Arbeitsplätzen, die am Erfolg und Scheitern der Strategie hängen. Den einzigen Vorwurf den ich der Branche mache: Warum verkauft ihr es auch nicht so? Entwickler werden als beste Freunde der Spieler dargestellt, Firmen als Heilsbringer, die der Community nur Gutes wollen. Im Zweifel sind die Publisher immer Schuld. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit bis auch DICE und EA versuchen die Kuh zu melken. Mit Battlefield 3 ist ein erster, riesiger Schritt getan. Der Erfolg ist beiden Firmen garantiert und in der Jahresbilanz wird ein dickes Plus auftauchen. Deswegen ist es auch mehr als wahrscheinlich, dass 2013 ein Battlefield 4 oder ein Bad Company 3 erscheint, bzw. wenigstens angekündigt wird. Doch dann ist es nicht mehr möglich mit erhobenen Zeigefinger auf das Pendant aus dem Hause Activision/ Blizzard zu zeigen.

Ein bisschen mehr Ehrlichkeit wäre wünschenswert. Diese wird es aber nicht geben. Und genau deswegen bin ich raus.

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Friede, Freude, Videospiel-Journalismus

Ich mag Eierkuchen. Nicht immer, aber manchmal habe ich Appetit darauf. Wahrscheinlich weil die Beilagen mit dem das Essen bestrichen werden kann, meistens recht süß sind. Und wir haben schon in der Schule gelernt: Gerade Schokolade setzt Glückshormone im Körper frei. So oder so ähnlich muss es Journalisten und Hobby-Redakteuren gehen, wenn sie ein langerwartetes Spiel in die Hände bekommen. Im Shooter-Genre können Schreiberlinge 2012 dank Battlefield 3 wohl ganz auf Süßigkeiten verzichten. Denn ganz nach dem Motto “Friede, Freude, Eierkuchen” scheinen die Glückshormone vielen Testern die Wertungen zu vernebeln.

Zweierlei Maß?
So entsteht beim lesen einiger Testberichte ein komischer Eindruck. Es scheint als haben sich viele Journalisten auf die Call of Duty Serie -im warsten Sinne des Wortes- eingeschossen. Formulierungen wie “vom Thron gestoßen” oder “Shoot-Out der Mega Spiele” deuten auf ein Duell zweier Spiele hin, dessen Existenz stets beide Entwicklerfirmen verneint haben. Doch wer den Journalismus kennt, weiß das die Parallelen zu gering sind um daraus keine passende Geschichte zu kreieren. Allerdings sollte dann auch keine Doppelmoral angewendet werden. Während Startschwierigkeiten beim Spiel von DICE kein Grund sind soetwas in einem Artikel zu erwähnen, wird bei Modern Warfare 3 draufgehauen. Serverabstürze, dringend benötigte Updates, Fehler im Spiel. Alles Probleme die in Wertungen nicht mehr einfließen. Es scheint so als werden bei Tests nur Checkpoints abgehakt. Grafik, Sound, Multiplayer und Einzelspielerteil. Was aber nach dem Veröffentlichen des Artikels mit dem Spiel passiert, interessiert nicht. Auch Diskussionen um Modtools, Anti-Cheat Programme oder Videoaufnahme-Software werden nicht mehr geführt. Verwunderlich ist dabei das Nachplappern von “Banalitäten”, welche durch die Werbung der Firmen gestreut wird. Oder gibt es einen Test im Netz zu finden in dem nicht erwähnt wird, dass Spieler sich in Battlefield 3 wieder hinlegen können? Was diese Entscheidung aber nun fürs Spiel bedeutet wird schlichtweg verschwiegen.

Bleibender Eindruck
Bei den vielen Hurra-Wertungen in großen deutschen Videospielmagazinen kann schon einmal die Objektivität hinterfragt werden. Sicherlich: ein vollständig objektiver Bericht kann nicht existieren. Doch gerade in den Wertungen müssen auch negative Aspekte hervorgehoben werden. Im Fließtext seine Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle wiederzugeben, belebt jeden einzelnen Satz. Jedoch kommt es für Entwickler, Vertreiber und auch zahlreiche Spieler auf die nackte Zahl am Ende des Fazits an. Und wenn dort eine 89 statt 90 steht, könnte die Kaufentscheidung anders ausfallen. Apropos Objektivität: Sind Magazinen zu trauen, welche einen Releasecountdown, riesige Werbung und eine Extra-Kategorie zum Spiel schalten? Nur wenige Tage bevor der äußerst positive Test zum Titel online geht? Journalisten brauchen die Videospiele und jene Hersteller brauchen die Journalisten. Allerdings sollte die Grenze nicht fließend sein, auch wenn es um eine der schönsten Nebensächlichkeiten der Welt geht.

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Hintergedanken

Ich bin mit Battlefield 3 unzufrieden. Daraus mache ich keinen Hehl. Da ich aber sowieso immer weniger spiele, wiegt das nicht so schwer wie noch vor einigen Jahren es der Fall gewesen wäre. Über Comm Rose, Fog of War, Waffenbalance und Spielmechanik kann gestritten werden. Viel interessanter ist für mich allerdings auch, was hinter den bunten, glücklichen Fassaden der Battlefield 3 Welt abläuft. Unter der Woche titelte der Warenhändler Amazon.co.uk, dass Battlefield 3 über 2000 % mehr Vorbestellungen hat als Battlefield 2 zu seiner Zeit. Über die 100 Millionen Marketingausgaben für den Titel wird schon länger diskutiert. Neu seit heute ist allerdings auch das Electronic Arts’ Downloadplattform Origin fester (zwingender) Bestandteil von BF3 sein wird. Interessante Dinge, die etwas vom eigentlichen Spiel abweichen aber die trotzdem zu diskutieren gilt.

Alles spricht über MW3 BF3
Für Journalisten ist das eine großartige Überschrift. 2000 % mehr Vorbestellungen bei Battlefield 3 als bei seinem (theoretischen) Vorgänger BF2. “Nur” 321 % im Vergleich von Modern Warfare 3 zu Call of Duty: Black Ops. Tolle Zahlen, tolle Überschrift, tolle Aussage. Wirklich? Schließlich ist Battlefield 2 schon ganze sechs Jahre auf dem Markt. Offizielle Zahlen von EA wurden bis heute nicht offengelegt. Allerdings vermeldete man gut zwei Monate nach Release im Juni 2005, dass der Titel 1,2 Millionen mal über die Ladentheke gegangen ist. Alleine wenn man diese Zahl nimmt und die 2000 % aufrechnet, kommt man nicht auf eine Zahl die Call of Duty Black Ops das Wasser reichen könnte. Das erfolgreichste Spiel aller Zeiten ging alleine in den ersten 24 Stunden 5,6 Millionen mal über den Thresen. Sechs Wochen danach wurde es offiziell zum meistverkauftesteten Spiel bisher. Die Meldung von Amazon, dass Modern Warfare 3 nun 321 % mehr Vorbestellungen hat als Black Ops, sollte eigentlich Grund zum Staunen sein. Doch das berichten die wenigsten Medien. Vorbestellungen sind für Publisher enorm wichtig, für Spieler sollten sie aber kein Gradmaß und vorallem kein Entscheidungsgrund sein. Boni hin, Boni her.

EA Downloader…Link…Loader…Origin…Dings!!
Apropos wichtig: Battlefield 3 wird unglaublich entscheidend für Electronic Arts. Über 100 Millionen wurde in die Marketingkampagne investiert. EA Boss Ricitiello spricht (leider) von nichts anderem als das Battlefield 3, Modern Warfare 3 ganz schön das Geschäft versauen wird. Ungeachtet des sinnlosen Hahnenkampfes der Chefs von Activision und EA, scheint Origin extrem wichtig zu sein. EA möchte ebenfalls einen Happen von der Online Distribution ab haben. So wurde auf der letzten E3 in Los Angeles das Tool ordentlich gepushed. Die Begeisterung von Spielern zu solchen Programmen hält sich immer noch in Grenzen. Valve hat mit Steam viele Jahre benötigt um die Software in der Branche und vor allem bei Spielern zu etablieren. Electronic Arts probiert jetzt dies alles innerhalb von wenigen Monaten. Da kommt es dem Publisher ganz recht, dass mit Battlefield 3 ein Spiel ins Haus steht welches wohl nur von der EA Sports Serie in den eigenen Verkaufszahlen geschlagen wird. Die Testphase mit der Battlefield 3 Alpha lief genau so, wie ich es erwartet habe: Schleppend. Ein wenig Lob hier, ein bisschen Kritik da, aber vor allem ein “muss das sein?” Fazit. Ganz klar: Battlefield 3 muss und soll Origin pushen. Ansonsten geht der Publisher genau so baden wie mit den Vorgängern EA Link, EA Download Manager oder EA Store. Allesamt höchstens mittelmäßig.
Soziale Funktionen und vernetzen von Spielern sind schön und gut. Allerdings ist es in etwa so wie mit Parteien die “cool”, “frisch” und “neu” wirken möchten: Niemand braucht so etwas unbedingt. Wenn ich mich vernetzen möchte und mit Freunden mich austauschen will, dann gehe ich zu Facebook oder StudiVZ. Wenn ich etwas cooles und frisches will, dann wähle ich keine Bundestagspartei. Man wird sehen ob Battlefield 3 dem Tool hilft. Wenn die Spieler aber merken, dass sie nur ein Spiel gekauft haben dass eine Software pushen soll, wird es so enden wie mit Ubisoft und seinem Game Launcher.

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Von “Mimimi” Award Gewinnern bis hin zu alten Hasen

In den letzten Wochen und Monaten fiel mir etwas auf: BF-Games ist alt. Und das zwar in jeder Beziehung. 2012 feiern wir unser zehnjähriges Jubiläum. Anfang diesen Jahres haben wir unsere 10.000 News geschrieben. Aber vor allem die Community wird nicht jünger. Was sich anhört wie eine Hommage an “die guten, alten Zeiten” und Sprüche wie “damals war noch alles besser” oder auch “zu meiner Zeit”, ist einfach ein Fakt. Gerade jetzt, in dem Zeitraum bevor ein neuer Serienteil auf den Markt kommt zeigt sich wiedereinmal deutlich warum wir völlig zu recht einen “Mimimi” Award von einer anderen Battlefield Website erhalten haben. Es treffen Generationen aufeinander.

Hater vs. Fanboys
Der klassische Vergleich: Die “alte” Garde die in Battlefield 1942 und Battlefield Vietnam jeden noch so kleinen Baum erkundet haben, trifft auf Spieler der Bad Company Generation, welche nach Ränken und Auszeichnungen streben. Für die einen scheint es so, als müssten sie den Neuen erklären wie denn der Hase so läuft. Für die anderen, zählt nur das hier und jetzt. Es ist fast so als würde Opa seinem Enkel erklären, wie er denn in seiner Jugend so Spaß hatte. Der Vergleich, zusammengeflickter Fußball vs. Markengerät aus dem Fanshop der Lieblingsmannschaft hinkt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Denn Fakt ist, beide Seiten haben und hatten Spaß. Doch das Opa gerne von seinen Erlebnissen erzählt und in Erinnerungen schwelgt, nervt vor allem die Enkelkinder. Und so ist es auch bei Battlefield 3. Serienveteranen haben genaue Vorstellungen wie der neue Teil auszusehen hat. Grafische Weiterentwicklung und Verbesserungen bei den Animationen, Sounds und anderen Nebensächlichkeiten. Doch das Grundprinzip soll erhalten bleiben. Alles was neu ist und eingebracht wird, wird kritisch betrachtet. Die aussterbene Art der “Hater” ist erschaffen. Gleichzeitig aber auch die “Fanboys”, welche zu gerne ihr Spiel mit Haut und Haaren verteidigen. Damit entsteht ein Konflikt der bei jedem Spiel der Serie entstanden ist.

Alt gegen neu
Battlefield Vietnam war blöd, nach dem Battlefield 1942 die Messlatte ganz schön hoch gehängt hat. Das gleiche passierte mit Battlefield 2 und Battlefield 2142. Doch konnten Spieler beider Seiten trotzdem zusammen spielen. Zwar waren viele Käufer nicht vom Setting überzeugt oder von den Neuerungen. Doch letztendlich hat sie eins verbunden: Das Grundkonzept. Seit Bad Company höre ich soetwas immer seltener. Beide Serienteile gelten zwar nicht als “wahres Battlefield”, doch dieser Standpunkt wurde damals immer nur angebracht wenn es etwas kritischer wurde. Falls über das Spielkonzept berichtet wurde, hörten Journalisten und Spieler immer nur, der Kern von Battlefield solle erhalten bleiben. Also einerseits kein “richtiges” Battlefield, andererseits doch schon ein bisschen. Irgendwas dazwischen war dann auch das fertige Produkt. Diskussionen und Streitereien gibt es in Foren genug. Fakt ist jedoch das Bad Company 2 eine neue Zeilgruppe anspricht, welche nun auch Battlefield 3 erwartet. Genau dort liegt das eigentlich Probleme.

Fans vs. Fans
DICE hat es sich nun zur Aufgabe gemacht einen “wahren Nachfolger zu Battlefield 2″ auf den Markt zu bringen. Jedoch ist das Spiel und damit auch seine damaligen Käufer sechs Jahre gealtert. Viele davon spielen die Serie garnicht mehr bzw. überhaupt Videospiele. Diejenigen, die es noch tun erwarten nun etwas, was sie in diese Zeit zurückbringt oder wenigstens dran erinnert. Auf der anderen Seite gibt es diejenigen die seit Bad Company dabei sind, welches sich übrigens wie geschnitten Brot verkauft hat. Diese wollen ein Battlefield 3 welches an das Spielerlebnis anknüpft und alles noch viel besser macht (größere Karten, 64 Spieler, Frostbite Engine 2). Damit stehen die Entwickler vor einem Scheideweg: Die älteren Spieler bedienen oder die aktuellen? Da aber bei DICE und EA auf beiden Seiten keine heiligen Samariter sitzen und diese nur Spiele entwickeln damit Käufer Spaß haben, sollte eigentlich klar sein. Es ist eine Firma, die ebenfalls Geld benötigt um zu überleben. Deswegen fällt die Entscheidung relativ leicht. Spieler können sich Fans, Käufer oder Nerds nennen. Doch letztendlich sind sie Kunden.

Warum denn jetzt “Mimimi”?”
Ich habe den wertvollen “Mimimi” Award in die Überschrift mit reingenommen, weil dieser “Preis” auf etwas aufmerksam macht. Als einer der jüngsten im Team, habe ich jenen besagten Artikel verfasst. Kein alter Hase, kein Hater und auch irgendwie kein Fan mehr. Spieler der alten Battlefield Serie müssen einsehen, dass Spiele (gerade Shooter) für eine Zielgruppe entwickelt werden. Diese liegt irgendwo zwischen 15-25, ist männlich und Technik begeistert. Doch im Vergleich zu der Zielgruppe der Firmen, werden wir Jahr um Jahr älter. Die “Fanboys” von heute sind die “Hater” von morgen. Beide Seiten haben einen eingeschränkten Blick auf das Geschehen. Selten lässt sich eine der beiden Seiten, von der anderen überzeugen. Genau so ist der gewöhnungsbedürftige Preis entstanden, den wir vor ein paar Wochen erhalten haben. Wir kritisierten zwar noch nicht einmal, doch die Sichtweise die wir durch viele Jahre erhielten ist eine völlig andere. Falls also das nächstemal ein etwas älterer Mensch von seinen schönen Zeiten erzählt, hört ihm zu und denkt darüber nach. Schon bald werdet ihr Phrasen dreschen wie “zu meiner Zeit” oder “damals war alles besser”. Ihm dann einen “Mimimi” Award zu verleihen, würde nur zeigen das ihr weder zugehört habt und noch weniger darüber nachgedacht wurde.

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About Respect and Reality

During the last days I was confronted with gamers and website owners who criticize the release of news containing footage and screenshots of the Battlefield 3 Alpha trial. Some of them were just disappointed, others heaped reproaches on us and even said we are a disgrace for the community. The reason I’ve heard most of the times is disrespect and I think that was the point when I thought about writing some thoughts down so that everyone and not some representatives over DICE’s Google Newsgroup can read them. The first and main important thing is: we do respect the work of the development team and we like it, but that does not mean we are deaf, dumb, and blind.

When I look back at the history of the Battlefield series there have always been leaks. Patch 1.4 for Battlefield 1942 was leaked in 2003 because players searched and found it at EA Japans FTP server. The same thing happened 2005 with an unfinished version of Battlefield 2 and afterwards with the BF2 editor. During the last nine years I’ve seen dozens and dozens of leaks: screenshots, videos, patches, and other files. And every time they appeared fansites worldwide wrote news about it. And since we manage our fansite since 2002 we have all those stories at our archives. I have to admit that some of the news – especially those about leaked patches – caused trouble, but there was never a discussion whether a fansite writes about or not.

Having that said there were limits. A fansite would never write any news about the current list of trackers for a ripped version. A fansite would never write about any kind of warez, cracks, cheats, or allow any discussion about it. “No warez, no cheats, no cracks, and no support for those at our forums”. That is the very first part of our rules (written down in 2002) and we adhered to it since then. And that’s why we won’t accept any detractors who accuse us to have a lack of respect. Respect means not to harm anyone and in our opinion news about videos from the Battlefield 3 Alpha are nothing that can harm DICE or EA. Quite the contrary those videos seem to have a good marketing effect.

Today we published a news about a video that shows the ingame menu and weapons from the Battlefield 3 Alpha. This video was published four(!) days ago at the 24th of July and has more than 200.000 views so far. And the reaction from the mighty publisher: the author was banned from the Alpha, but the video is still there. Why? Normally DICE and EA  have the will and the power to delete those videos within hours (I’ve seen that many, many times before). So I’m asking you: why are those files still online and why can you find hundreds and thousands of other videos at YouTube? Why have such important files been distributed to normal players and not to a professional testing studio like Combat Testing? What the hell have DICE and EA expected when they made that decision?

Now that we’ve talked about the settings it’s time to talk about the media and since some of you said we are “unprofessionall” especially about professional media  If there is public interest there is news, and normally the press gives a shit about the source as long as there is a good story. I’ve been working as an editor for years and there were always persons who broke NDAs, contracts, and any other agreements you can not even imagine only to submit confidential information to us. Some did it because they wanted to change or reform something. Some did it because they were fired or pissed by someone, and some did it without any reason.But it all doesn’t matter. Once an information has been submitted an editor has to deliberate about whether the story has to be written or not. And If it is a matter of public interest the news WILL be published even if some people’s life falls apart after it. Watch any of the daily news shows and you will see what I’m talking about.

And here we go: there IS public interest, there is news about the Alpha public at Youtube, and we are a news website about the Battlefield series. The logical result: news about it. If you don’t get that or think it is disrespectful ask yourself why noone has questioned the decision to send the game to a bunch of gamers that would sell their own grandmother to get their finger on it. Ask yourself why this can happen while some of the most important details of the game – like the full weapon and kit layout, the recoil and spread, the total number of vehicles and maps, and so many other things – haven’t been announced yet. And finally ask yourself what the publication of screens of videos about the menu and the map has to do with disrespect. I’ll tell you what: nothing, absolutely nothing. That’s the way things work if something goes wrong. Next time you visit a party tell everyone that you have a photo of Halle Berry dancing naked on a table right in your jacket and leave it alone. Guess what will happen: you will lose it and the next day you will find it at every fucking website in the world.

Nuff said: we will not stop to write news about things everyone can find with a simple search at YouTube. We will not close our eyes if there is obviously something a Battlefield player could be interested in, as long as it is no stolen version of a game or something comparable. We will not shut up because something at the marketing department is going to cry about the news. We will not stop beeing BF-Games. We also have our “NDA”. And to all of you guys that criticize us while writing summaries about same videos we are talking about: why do you write about it and have not the courage to use the embed code?  Your double moral standards cloy us!

Cheers! PunK’
(of the old school)

[Edit: 07/27/2011, 09:46]

The leaked version of Windows 8 is a good example of what I’m talking about. Every – and I mean every – reliable tech website published (and still publishes) news about the leak, about the details, about the new functions, and all the fancy stuff that was published at the forums by users who downloaded and installed the leak. Has any of you written an e-mail to the tech websites and told them about respect? Could any of you imagine a leaked version of Windows 8 and not a single news about it? How do you judge in this case? If news about leaks are bad shouldn’t the tech websites stop writing about Windows 8? Microsoft must be really pissed – especially since the build was posted for sale on eBay – but the company has to deal with it. It’s called freedom of press and freedom of speech.

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Kampfansagen

Manchmal geht mir das Betreiben einer Fanseite ganz schön auf die Nerven. Genau wie der Online-Journalismus über Computer- und Videospiele. In keinem anderen Bereich wird so viel Bullshit geschrieben, so viel heiße Luft zu Aufmachern gemacht und so wenig nachgedacht. Irgendwer sagt etwas, also wird es weiter verbreitet. Und zwar ohne wirkliche Einordnung. Nehmen wir zum Beispiel einen gewissen Herrn Troedsson. Der arbeitet seit einigen Jahren bei Digital Illusions und leitet dort inzwischen das Studio. Besagter Herr Troedsson echauffierte sich jüngst über die faule Konkurrenz, die seit Jahren dieselbe Engine für ihre Spiele nutzt. Gemeint ist damit logischerweise Infinity Ward und Treyarch, die Modern Warfare 2 und Black Ops mit der CoD-2-Engine umgesetzt haben.

Soweit so gut. Als Studio-Boss kann man schon einmal über die Konkurrenz herziehen. Es gibt bei der Sache jedoch ein Problem: von etlichen Online-Medien und Fanseiten wurde die Aussage Troedssons, die übrigens im offiziellen Playtstation Magazin erschienen ist, als Kampfansage an die Konkurrenz bewertet und auch so verbreitet. Und hier stelle ich mir die Frage, was genau die Ansage sein soll. Electronic Arts hat zwar angekündigt, wieder die Nummer eins im Bereich der Shooter werden zu wollen, aber mit solchen Sticheleien klappt das genausowenig wie mit atemberaubender Grafik, gutem Gameplay und tollem Sound.

Fakt ist, dass Bad Company 2 schöner ist als Black Ops, aber Fakt ist auch, dass sich das Spiel von Infinity Ward trotz der alten Engine deutlich besser verkauft hat. So gut, dass der Titel jüngst zum erfolgreichsten Spieler aller Zeiten erklärt wurde. Und den Titel hat es nicht etwa einem Produkt aus dem Hause EA abgelaufen, sondern seinem Vorgänger: Modern Warfare 2. Das gesagt, drängt sich mir die Frage auf, ob DICE und EA den Mund nicht ein wenig zu voll nehmen. Denn eins ist bereits seit dem Wettkampf zwischen Betamax, Video2000 und VHS zweifelsfrei bewiesen: am Ende setzt sich nicht immer das bessere Produkt durch. Und worum es am Ende geht, sind die Verkaufszahlen.

Schaut man sich die Zahlen an, hat DICE eine respektable Arbeit hingelegt. Bis heute wurden mehr als sechs Millionen Einheiten von Bad Company 2 verkauft, was im Wesentlichen zum Erfolg von EA beigetragen hat. Auch Medal of Honor ging gut über die Ladentheke, weshalb man dem Studio in L.A. eine Fortsetzung gestattet hat. Wir erinnern uns: als Messlatte hatte EA hier die Marke von drei Millionen Verkäufen festgelegt. Doch selbst wenn man beide Spiele zusammen nimmt, erreichen sie nicht die Zahlen von Call of Duty. Warum das so ist, möchte ich an dieser Stelle weder ansprechen, noch versuchen zu erklären. Fakt ist jedoch eins: um die Call-of-Duty-Serie wirklich anzugreifen, muss mehr her als die Frostbite-2-Engine.

Denn seien wir mal ehrlich: wenn Grafik und Gimmicks ausschlaggebend wären, würde heute kein Mensch mehr Counter Strike spielen. Wenn EA also wirklich angreifen möchte, dann sollte Battlefield 3 vom Start weg einmal mindestens 20 Karten für den Multiplayer enthalten. Und am besten gleich von vorneherein mit Unterstützung für mehr als einen Spielmodus. Wenn DICE wirklich angreifen möchte, ist von kleinen Inf-Only-Maps bis hin zu großen Fahrzeugschlachten alles dabei. Wenn DICE wirklich angreifen möchte, muss Battlefield 3 mehr sein, als ein optischer und akkustischer Leckerbissen, der spielerisch jedoch nach sechs Wochen langweilt, weil man sich an neun bis zehn Karten satt gespielt hatt. Dann, ja dann, wird bei den Verkäufen vielleicht irgendwann die Schallmauer von 10 Millionen durchbrochen und dann nehme ich Kampfansagen auch ernst. Solange frage ich mich einfach weiter, ob das nächste Call-of-Duty sich nicht doch wieder besser verkauft. Selbst wenn es noch einmal mit der alten Engine gebaut wird.

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Andere Zeiten, andere Sitten

Bei BF-Games machen wir zurzeit großen Frühjahrsputz, weshalb es auch an der Zeit ist das Blog zu entstauben. So wirklich aktiv waren wir hier in letzter Zeit nicht, was wahrscheinlich am Charakter unserer Seite liegt. Wir haben ein Blog mit dem Namen BF-Games.net und wenn uns etwas bewegt oder nervt, schreiben wir es meist ins Forum. Vielleicht ist das Blog also doch zuviel des Guten? Ich weiß es nicht. Irgendwo müssen wir Texter aber eigentlich unsere Meinungsbeiträge unterbringen und wo sollten wir das sonst tun? Über die Battlefield-Szene zum Beispiel, die in vielen Bereichen gerade einen Rückschritt zu einer Zeit erlebt, die ich eigentlich am liebsten vergessen würde.

Gemeint ist die klassische Copy-&-Paste-Berichterstattung, wie sie heute in vielen Spielemagazinen zu finden ist. Irgendwo auf der Welt sagt irgendwer etwas, und schon wird daraus eine Nachricht. Das Problem daran: in den meistenb Fällen war das Gesagte anders gemeint oder wird vom Texter großzügig ausgeschmückt. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, wandern diese Falschinformationen dann oft nach dem Stille-Post-Prinzip durchs Internet. Stille Post deshalb, weil am Ende oft völlig Schwachsinn heraus kommt. Endlose Zitat-Ketten, bei denen eine Website als Quelle auf die nächste verweist und es oft Stunden dauert, den ursprünglichen Urheber herauszufinden.

Manche dieser Nachrichten sind dabei so offensichtlich falsch, dass die Lektüre fast schon physische Schmerzen verursacht. Das ist jedoch nur die Sicht eines ausgebildeten Texters, der im Gegensatz zu vielen Hobby.Autoren schon einmal etwas von Prinzip der ordentlichen Validierung von Quellen gehört hat. Es gibt dabei nämlich noch ein ganz anderes Problem: der Effekt bei Lesern. Denn jede falsche Nachricht findet immer Abehmer, bei denen sich die Botschaft festsetzt. So entstehen Gerüchte und manchmal sogar Legenden, die ausschließlich auf heißer Luft basieren. Die richtig guten Geschichten werden dagegen kaum aufgegriffen.

Als was tun gegen die Misere? Helfen könnte sicherlich eine klarere Kennzeichnung der eigenen Meinung. Ein bißchen mehr “wir denken” statt “da steht”. Ein bißchen mehr “nach unserer Meinung” statt “der Entwickler sagt”. Denn eins muss ich noch einmal klar sagen: es ist das Grndprinzip von Fanseiten, die Dinge auch aus der “Was wäre wenn” Perspektive zu betrachten. Spekulatius gehört zum Geschäft, denn auf die wirklich wichtigen Pressetermine werden auch weiterhin nur die großen Spielemagazine eingeladen. Was bleibt ist die Zweitverwertung und Analyse, in der wir – sorry ;) – auch einfach tausend Mal besser sind als jedes große Magazin.

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Dangerous Liaisons

It wasn’t an easy job when we started our website in 2002. There were content management systems and there were forums but fans also needed a huge amount of skill to get things done. Create your own template, create a bridge between forum and website, and enable third party tools. Today things are much easier. There is WordPress with its billions of tools and templates and all the “out of the box” packeges for communities, with forums, social media tools, video management systems, and all the other stuff you need to build a community. Today everyone can start a fansite within 48 hours and that scares me.

But that’s not the only thing that has changed during the years. The most important thing is that EA realized how big the scope of community websites is. At its zenith thousands of people gathered at the forums of Planetbattlefield, TotalBF2, Project Reality and other communities worldwide to discuss about Battlefield 2. And around that time EA started to invite the managers of this sites to the studios and grant them access to their games. In 2005 we were able to test Battlefield 2 three month before the release and as far as I remember the EA Community Day in 2006 was the first event in the United States.

As a professional writer I have conflicting thoughts about those kinds of events. If a journalist writes about the car market and attends a press conference of a manufacturer he is not allowed to accept merchandising, gifts, or any other benefits. Most newspapers and magazines have this rule for their people to assure their autonomy. A theory says that journalists who accept gifts and benefits for a company are not longer uncritical and independent because of an inner censorship. You might leave some critical questions about the model out if the company granted you 20 percent discount for your own car, won’t you?

If we look at the community events we have a similar situation. Fan sites are not gaming magazines. Fansites are comparable to the yellow press. They collect every single statement, screenshot, and video to make their own interpretations. This way rants, rumors, and speculations are born and some of them might last forever. People always keep the rumors in mind even if DICE and EA release a dozen statements and clarifications. That’s how things work since nearly ten years now but now something has changed. DICE hired a community manager to zero out rumors and I doub’t it is going to work.

To explain you my concerns we have to take a closer look at the pecking order. First of all there are gaming magazines and some of the online magazines (those with digital distribution platforms) guarantee the revenue. That in mind it is clear that the “A press” gets all the nifty screenshots, videos, and insides before the fan sites. The classical job of a fan site is to collect those shots and videos and aggregate at the own website. And beside that job there have to be speculations about the table of content, possible modifications, options, and all the other stuff people wish to see in a game. Visitors of a fansite demand those kind of news since it distinguishs the fan site from the magazines.

We go deeper, we interpret and reinterpret every sentence a devs says during interviews, and we draw our own conclusions. We take hidden cameras to  a booth and leak the first video of a trailer. We scan blogs, press rooms, and the website of the publisher for hidden renders and once the game is released we take it apart until we found every single piece of information. We are more than fans, we are junkies, and we are addicted to the game. Rumors are our staff of life and the discovery of a leak is our fulfillment. But there is a problem: the people at the marketing bureaus dislike everything we love.

At the beginning this conflict wasn’t a big deal. There is us and there is EA. We found a leak, our users are happy, and EA wouldn’t dare to counteract against the news. Just imagine the headline: “Big bad publisher sues small fansite”. Not the best idea to to strengthen the corporate image and that’s why we had no contact with DICE or EA for a long long time. Things changed with the introduction of the community days. There are still no law suits if something is released that is still under embargo but if you take a closer look at the news you’ll find hints like “removed due request by EA”. And that’s what I meant when I talked about inner censorship earlier.

The mails with the request are not from the legal department but from the people you know from the community events. Here is a (fictional) example: “Hey, would it be a problem to delete those screens and the news. You know, it’s not a big deal but we don’t want to have those screens online at the moment”. And believe me, if you know the person from a community event which was great fun and entertainment it can be really, really hard to say No and let those screens online – especially if you left the event with a shitload of shirts, stickers, and other stuff…. It’s a dangerous liaison that publishers and fan sites contract and fan sites have to watch out that they don’t lose their autonomy.

This might sound harsh but don’t get me wrong: The community days are a great invention. It’s a great opportunity to get in contact with the devs and other enablers. You can manage the conversation of a whole year (online) within a single night and it’s simply awesome to see that the guys who make the games really love what they do. Those events are an enrichment and strengthen the community but you have to keep one thing in mind: As it is clear that some questions remain unanswered and it is not allowed to take pictures at all times even during a community event it must also be clear that those events can not change the way we work – even if the new community manager zh1nth0 is at pains to make clear that “only real info come from EA or DICE”.

I said it before: we are fans, we, are junkies, we are addicted, and this is madness ;)

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