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Jehova, Jehova!

-=Punkbuster=- | Thursday, February 15, 2007 | 15:05

Gestern habe ich nach langer Zeit mal wieder Neverwinter Nights 2 gestartet, für das mir aktuell viel weniger Zeit bleibt als mir lieb ist. Meine Gruppe wirkte irgendwie verstaubt und weil das Spiel keinen rechten Spa?? machen wollte, unterzog ich das Game einfach mal einem Killerspieltest. Ich steuerte die Gruppe auf den nächsten Bürger zu und versuchte ihn anzugreifen. Und siehe da, es tat sich nichts! Das Spiel lässt es schlicht nicht zu, unbeteiligte Dritte zu massakrieren. Und warum auch? Mit dem eigentlichen Spiel hat das nichts zu tun.

Und die Moral von der Geschichte? In vielen anderen Computerspielen hätten die Charaktere die Schwerter, Pistolen oder Gewehre gehoben und den Gegner zu Pixelbrei verarbeitet. Das wirft die Frage auf, ob Spielentwickler nicht eine Mitschuld an der aktuellen Diskussion und dem Problem tragen. Bezeichnend sind hier Aussagen wie die des Spielers Alexanders im Interview bei GameStar. Im Wortlaut sagt dieser dort: “Und wenn man in Half-Life 2 eine Brechstange nimmt und Alyx damit ins Gesicht haut, nur um zu sehen, was passiert, hat man eine persönliche Grenze überschritten“. Und dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Natürlich gehört das ??? und hier kommt ein sehr schwaches Argument der Spieler zum tragen ??? nicht zum eigentlichen Ziel des Spiels, aber wenn dem so ist warum ist es verdammt noch mal möglich? Warum kann ich in Spielen Dinge tun, die nichts mit dem Spiel zu tun haben aber dennoch funktionieren. Es muss zukünftig also nicht nur über den Jugendschutz diskutiert werden, sondern auch was machbar ist und machbar sein darf. Im rechtlichen Sinne würde man hier wohl von einem Mitverschulden des Opfers sprechen, allerdings stellt sich die Frage wer das Opfer ist. Genau genommen doch der Spieler selbst, der verführt wird.

Manch einem wird nun das Wort Verrat auf der Zunge liegen, das in dieser Frage schwer wiegt. Doch ist es wirklich Verrat an der Sache, bestehende Probleme anzusprechen und die gängige Abwehrposition nicht vielmehr blo?? der einfachere, bequemere Weg? Gemacht wird was geht und wenn die Features aus der US-Version geschnitten sind, werden sie kurzerhand freigepatcht. Für Blutpatches gibt es sogar eigene Websites, wobei das – so makaber es klingen mag – noch das harmloseste Problem ist. Mir fällt zu manchen Dingen, die man mit und in Spielen so machen kann, jedenfalls kein schlüssiges Argument mehr ein. Oft sogar gar nichts mehr.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 15.February 2007 von -=Punkbuster=- geschrieben.
Über -=Punkbuster=-: ist ein Battlefielder der ersten Stunde. Von Battlefield 1942 bis 2142 hat er alle Teile und Add-Ons im Regal stehen. Und sie sind immer alle installiert ;)

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Mit GIGA auf großer Fahrt

-=Punkbuster=- | Sunday, February 11, 2007 | 17:28

Eigentlich war es nur der spontane Klick auf eine eSports-Meldung bei den Kollegen von BF-News.de, am Ende entwickelte es sich zu einer der besten Live-Comedy-Sendungen der jüngsten Battlefield-Geschichte. Das Battlefield 2142 Showmatch zwischen blank und Dignitas im Livestream bei GIGA rückte dabei angesichts einer Serie von Lachanfällen schnell in den Hintergrund. Auslöser waren die Fragen des schlecht vorbereiteten Kommentators Jan an seinen Liga-erfahrenen Kollegen und Co-Kommentator Mike.

Highlights
Für besondere Belustigung sorgten dabei vor allem Jans Schilderungen über grandiose Erfolge auf Basis von Battlefield Vietnam und herrlichen  2142-Anfängerfragen Aus einem APCs wurden Tanks, der L5-Riesig kurzerhand der M5-Riesig und damit nicht genug waren selbst harmlose Fragen mit gehörigem Wortwitz durchsetzt. Hier einige Auszüge.

Mike: “Wann war noch mal die Schlacht bei Verdun?”
Jan: “2142?”
Mike: “Nein, die echte Schlacht von Verdun.”

Jan: “Der eine Typ sagt einer immer dasselbe.”
Mike: “Ja, das ist der Commander, der spottet.”

Spectator Modus unbrauchbar
Abseits der allgemeinen Belustigung des Publikums ergab sich aus den Kommentaren noch ein wichtiger Hinweis: Verfolgt wird das Spiel auch weiterhin über die Self-Kill-Methode und der Verfolger-Kamera, weil der von DICE und EA mit dem letzten Patch ausgelieferte Spectator-Modus in der jetzigen Version eher unbrauchbar ist. Laut Kommentator Mike fehlen die Ticketanzeige und andere wichtige Funktionen. Wenn die Spielentwickler entsprechendes Feedback noch nicht erhalten haben, sollten sie sich dringend mit den Castern zusammensetzen.

Abspann
Das Match gewann übrigens Dignitas mit 222:0 Tickets, was am Ende aber relativ bedeutungslos war. Wer den Stream bis zu diesem Zeitpunkt verfolgte, war mit dem Abwischen der Tränen beschäftigt. Quellen aus der begleitenden und heiteren ICQ-Analyse werden dies sicher genau so bestätigen, wie das abgefahrene Tempo des Dignitas-Commanders beim spotten. Unser Kommentar dazu: W-T-F o.0

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 11.February 2007 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Der Fahrlehrer der Psycho…

AntiChrist | Saturday, February 10, 2007 | 20:49

…loge. Häufig zumindest scheint es wirklich so. Meist sind es kleine Wehwehchen oder Problemchen, die die Fahrschüler mit ins Fahrschulauto bringen. Auch wenn anfangs dem nachfragenden Fahrlehrer gesagt wird, man habe bisher einen guten Tag gehabt, merkt man doch relativ schnell an der Fahrweise, oder besser an der Häufigkeit der Fehler, dass etwas nicht stimmen kann.

Da man ja auch nur Mensch ist und mit den Schülern mal mehr, mal weniger Zeit in einem Auto, also auf engstem Raum verbringt und sich gegenseitig ab und an das Leben anvertraut, fragt man dann meist nach, was denn nun los sei. Probleme mit der Freundin, dem Freund, den Eltern, der Schule, dem Beruf. Alles Probleme, die ein jeder von uns kennt und die häufig nicht lange auf die richtige Lösung warten lassen.

Was macht man aber, wenn man eine Schülerin bekommt, die einem gleich zu Anfang sagt, dass sie gerade erfahren hat sie sei schwanger und dann mit Krämpfen einem hinter dem Lenkrad fast zusammenbricht? Okay, die Lösung ist relativ einfach. Ein beherzter Griff ins Lenkrad und ein Tritt auf die richtigen Pedale, und schon geht???s.

Was macht man aber nun wenn besagte Schülerin einem während der Fahrstunde erzählt, dass jeder, aber auch wirklich jeder will, dass sie ihr Kind abtreiben soll, nur sie will das nicht.

Ein paar Wochen später kommt diese Schülerin wieder zur Fahrstunde. Normales Geplankel wie immer, wie geht???s einem usw. Typische Antwort: Gut. Nach knapp 30 Minuten Autofahren laufen ihr leise ein paar Tränen das Gesicht hinab. Sie hat ihr Kind verloren… Und ich hab keine Antwort auf so etwas.

AntiChrist Dieser Artikel wurde am 10.February 2007 von AntiChrist geschrieben.
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Web 2-Dings

-=Punkbuster=- | Saturday, February 10, 2007 | 18:32

Vor zwei Tagen war ich auf einem Kongress, der sich mit der Zukunft der Online-PR beschäftigt. Das Thema des Tages waren selbstverständlich Weblogs, die man auch Blogs nennt und für viele Leute zu einer Art Religion geworden sein scheinen. Live-Blogger vor Ort, die den gesamten Vortrag in Echtzeit ins Netz eingespeist haben. Mit Fotos, Tags, Deeplinks und allem Schnickschnack den ein Blah äh Blog so braucht. Vielleicht sto??en sie über das Trackback ja auch auf diese Seite. Nicht nur vielleicht, sondern sogar sehr wahrscheinlich, weshalb ich mit dem Beitrag lange gehadert habe. Denn im Prinzip geht mir der ganze Hype um Blogs gehörig auf die Eier.

Richtig gehört: Wir benutzen hier zwar Blog-Software aber was der Rest der Welt so denkt und schreibt, interessiert mich auf der Ebene von Blogs reichlich wenig. Weder die Erlebnisse der Frosta Belegschaft noch ein Saftblog und erst recht kein CEOs bewegen mich zur Lektüre. Wenn ich Informationen möchte, schaue ich in die Zeitung. Meine Meinung bilde ich mir selbst. Und wo wir gerade beim Thema sind: das BILDblog ist auch so ein Beispiel. Wird euch nicht irgendwann langweilig jeden Tag denselben Schmons zu lesen? Die Bild schreibt oft Blödsinn und selbst ein BILDblog ändert daran nichts. Seht es ein. Anscheinend sind solche Watchblogs aber in Mode und werden deshalb wohl erst mit dem letzten Server aussterben. Also hört auf die Zeitung zu kaufen oder startet eine Demo, aber verschont uns mit weiteren Ausführung, was und wo schon wieder falsch berichtet wurde. Würde man andere Angebote so genau unter die Lupe nehmen, fänden sich wahrscheinlich ähnlich grobe Schnitzer. Wenn nicht sogar schlimmere(!). Aber bashen ist in Mode, nicht nur beim Thema BILD.

Und weiter? Richtig, der Kongress! Viele Menschen, viele Meinungen, aber nichts wirklich neues. Web 2-Dings, Kommunikations-Bums und jeder hatte ein paar nette Links und oder Folien dabei. “Generation Powerpoint” - zeig mir Deine Folie und ich sage Dir, was Du bist. Dazu ein paar Hinweise auf die Bedeutung von Blogs für die zukünftige Kommunikation. Nice-to-Have, aber nichts was einen echten Nerd vom Hocker haut. Die weltweite Verknüpfung unter Gamern läuft seit Jahren über Foren, Mailingslisten und Messenger – Blogs sind da nur ein weiterer Baustein. Eine Möglichkeit von vielen, die zurzeit von wenigen in den Himmel gelobt wird und alles in allem nur eins ist: eine verdammt simple und praktische Methode um schnell und effizient Informationen unters Volk zu bringen. So effizient, dass heute sprichwörtlich jeder Depp bloggt. Sogar ich, obwohl ich mir mal geschworen habe es nicht zu tun. Und was ist daraus geworden? Derselbe Typ “Attention Whore”, durch den auch das Blöd-Blog am Leben gehalten wird. Furchtbar. Zeit zum Abschalten.

Nachtrag: Selbstverständlich finden sich in vielen Blogs spannende Inhalte, aber kein Mensch würde auf die Idee kommen aus der Abkürzung “CMS” einen Modebebegriff zu formen nur weil es sich irgendwann als die praktischste Lösung zur Umsetzung eines Portals erwiesen hat. Warum auch? Entscheidend ist, ob die Software zum Konzept passt und das Format stimmt. Und eins ist dabei sicher: wer nichts zu sagen hat, ändert auch mit WordPress nichts daran. Er macht es höchstens hübscher. Also steigt von eurem hohen Ross oder setzt die Drogen ab. Peer-to-Peer-Journalismus geht auch prima ohne Blog und kein Mensch braucht eine wie auch immer geartete Wayne-Elite, die sich für etwas besseres hält weil sie mit einem Laptop und WLAN von irgendwo Nachrichten ins Netz stellt und dabei noch gegenseitig Comments unter die Artikel setzt. *Gähn*

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 10.February 2007 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Exklusiv! Master Head Admin Super Advisor

-=Punkbuster=- | Monday, February 5, 2007 | 11:35

Selbst Teil des Affenzirkus, kann ich über manche Auswüchse der Webkultur nur den Kopf schütteln. Vor zwei bis drei Jahren war die Zahl der Websites zur Battlefield-Serie überschaubar und gut strukturiert. Heute ist das anders und es scheint zu jedem einzelnen Aspekt ein eigenes Angebot zu geben. Stats, Maps, Mods, der Editor und wahrscheinlich auch bald Unterseiten für Freunde der Boosterpacks oder Veteranen. Das alles mag zu einer breiteren Vielfalt an Themen beitragen, letzten Endes sind viele Seiten aber oft eins: wenig aktuell und inhaltlich sehr überschaubar.

Trotz des Mangels an Themen wird flei??ig mit Titeln um sich geworfen. Head-Admin von Bla, Hyper-Super-Adminstrator von Blubb. Und Kleider machen hier im wahrsten Sinne des Wortes Leute, denn der Anschluss an bestehende Projekte hätte den Verlust derselben zur Folge. Jeder möchte der eigene Chef sein und der Schritt vom Head-Dings zu Team-Bums dort ist für viele gleichbedeutend mit einem sozialen Abstieg.  Die Frage ist nur, wieso? Der Umstand, ein Forum oder eine Website mit vielen Mitgliedern oder Lesern zu betreuen impliziert noch lange keine Besitzansprüche oder Allmachtsphantasien. Letzten Endes fühlen sich die Nutzer in der Plattform und – vor allem – mit anderen Nutzern wohl. Und was wäre ein Admin ohne Nutzer? Diesen Punkt scheint heutzutage so manch einer zu übersehen.

Dasselbe gilt für die Schlagworte “exklusiv”, “nur bei uns”, “zuerst” und “alleine”. Da fragt man sich allen ernstes, ob das Hobby (oder die Einnahmen aus Popups und Layern) nicht dem einen oder anderen zu Kopf gestiegen sind. Sind wir hier auf Fanseiten oder befinden wir uns schon im Kampf um Zielgruppen und Marktanteile? So genau kann man das inzwischen gar nicht mehr sagen und ehrlich gesagt ist es traurig. Der Spa?? an der Freude sollte im Vordergrund stehen und wenn man damit andere begeistern kann, ist das eine tolle Sache. Titel und Ränge wird es deshalb bei uns genauso wenig geben wie Claims die grö??te Website zu sein oder irgendetwas “exklusiv” zu haben. Zumindest wenn es dabei um Pressebildchen geht, die man lediglich zuerst gefunden hat. Für diesen Zusatz braucht es schon ein bi??chen mehr.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 05.February 2007 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Fear Factor

-=Punkbuster=- | Thursday, February 1, 2007 | 22:24

Das Gewohnheitstier in einem selbst erkennt man für gewöhnlich erst wenn man aus dem altgewohnten Trott geworfen wird. Eine ??nderung im Fahrplan der Buslinie, die Schlie??ung eines bestimmten Ladens oder der Ausfall eines Servers. Moment Mal, habe ich da eben etwas von einem Server gesagt? Da habe ich mich hoffentlich verhört. Besser gesagt versprochen, aber was rede ich da. Heute war unsere Seite für fast einen Tag nicht erreichbar und in solchen Momenten wird einem erst bewusst, wie intensiv die Bindung an eine solche zweiten Heimat sein kann. Spötter werden nun mit dem Finger auf den bissigen Kommentar über Diskotheken in einem anderen “zweiten Leben” zeigen, aber das ist etwas anderes. Das so genannte Reallife ist in Form von echten Unternehmungen immer noch präsent. Was hier fehlt ist einfach die Gewissheit, vorbeischauen zu können. Ob man die Diskussionen, den Smalltalk und die kleinen Sticheleien nun verfolgt oder nicht ist Nebensache. Hauptsache man kann, wenn man es möchte. Ein bi??chen Suchtfaktor ist inzwischen also schon mit dabei. Aber was soll’s. ich bin mir ziemlich sicher, dass ich heute nicht als einziger in kontinuierlichem Abstand ein dauerhaft geöffnetes Browserfenster mit F5 aktualisiert habe.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 01.February 2007 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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