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Weniger ist mehr

-=Punkbuster=- | Wednesday, August 26, 2009 | 09:19

Innerhalb der Redaktion sind wir nicht immer einer Meinung. Normalerweise diskutieren wir diese Frage im Redaktionsforum aus, bevor wir eine Meldung veröffentlichen, innerhalb eines Blogs wird das allerdings schwer. Immerhin geht es um die eigene Meinung. Und weil die Meinung meines Kollegen Peers soweit von meiner eigenen abweicht, habe ich mich zu einer Antwort auf seine jüngste Grabrede hinreißen lassen. Denn so düster, wie dort die Zukunft der Battlefield-Serie beschrieben wird, ist sie gar nicht. Mit BF1943 und Bad Company 2 stehen gleich zwei neue Spiele der Serie ins Haus und sobald im Frühjahr 2010 der Verkauf startet, wird die Ankündigung für Battlefield 3 kommen. Was will man mehr.

Dass es auf der GamesCom in Köln zu den beiden PC-Versionen der Spiele wenig Neues gab ist unschön, aber nicht weiter tragisch. Es sind noch einige Monate bis zum Release und bis dahin kann viel passieren. Dazu wird in Zeiten von Breitband-Internet einfach schon vieles vorab im Internet gezeigt. Wer auf eine Messe geht, darf ganz allgemein nicht zuviel erwarten. Das gilt im Jahr 2009 für Battlefield wie für jedes andere Spiel. Und letzten Endes darf man eins nicht vergessen: Bad Company ist eigentlich ein reines Konsolenspiel, das neben Battlefield 3 für den PC entwickelt wird, weil das Flehen der Spieler bei den Entwicklern nicht mehr zu überhören war. Vorgesehen war dieser Schritt eigentlich nicht. Man sollte an Bad Company 2 also nicht mit den falschen Erwartungen herangehen und bei aller Kritik die Veränderungen gegenüber Battlefield 2 im Blick behalten.

Ein gutes Beispiel sind die Inhalte. Bad Company 2 kommt zum Start mit acht Karten – also genau derselben Menge wie der erste Teil. Das wurde damals von den Spielern als zu wenig kritisiert, weshalb man in Form von Patches den Conquest-Modus nachreichte. Und wie Produzent Karl-Magnus Troedsson jüngst in einem Interview betonte, werden im zweiten Teil beide Modi von Anfang enthalten sein. Und wer schon einmal eine BF2-Map im Push-Modus (was Gold Rush zweifelsfrei ist) und danach im Conquest gespielt hat, weiß wie unterschiedlich das Erlebnis in derselben Umgebung sein kann. Damit nicht genug werden es am Ende wohl vier Spielmodi sein.

Die Antwort auf die Kritik an den Klassen fällt ähnlich aus: es sind nur noch vier, dafür kann man sich im neuen Menü sein Kit zusammenstellen wie es gerade passt. Und zwar viel umfangreicher als das mit den Unlocks bei Battlefield 2 möglich ist. für deren volle Verfügbarkeit man immerhin ein Add-On und einen Boosterpack kaufen muss. Die Frage nach den Klassen ist für mich relativ, vor allem nachdem ich auf der GamesCom durch die Waffen in der Kitauswahl gescrollt habe. Dasselbe gilt für mich für die Karten. Ja, es sind nur acht Stück, aber wenn man den Aufwand in der Produktion dieser Level bedenkt ist das schon eine Menge.

Anders als bei allen anderen PC-Teilen muss jeder Baum, jeder Zaun, fast jedes Hindernis und fast jedes Haus zerstörbar sein. Und diese Zerstörung muss abgebildet werden. In Form von zerstörten Häusern, Zäunen und Bäumen. Und die Spieler verlangen mehr Realismus. Zerstörte Häuser, bei denen am Ende doch noch das Grundgerüst steht, sind doof. Also wird Feintuning betrieben und das Haus ganz zerstörbar gemacht. Und das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Viel Geld, für viele Entwickler und irgendwo werden im Projektmanagement immer Abstriche gemacht. Und wenn es am Ende nur 15 Fahrzeuge statt der 29 in Battlefield 2 sind, soll mir das Recht sein. Das Gesamtpaket muss stimmen.

Das beste Beispiel dafür ist Left4Dead. Das Gesamtportfolio an Waffen kann ohne Scham als Bescheiden bezeichnet werden, Spaß macht das Spiel dennoch. Zwar nicht allen Käufern, aber die Spielerzahlen und die Ankündigung einer Fortsetzung sprechen für sich. Und deshalb sperre ich mich weiter dagegen, Bad Company 2 an mehr zu bewerten als dem, was ich am Verkaufstag bei mir auf dem Bildschirm sehe und mit meinen Freunden erlebe. Ich brauche keine 100 Karten – bei Battlefield 2 habe ich am Ende drei der 15 wirklich gespielt – und 200 Waffen. Sound, Optik und Gameplay müssen stimmen. Alles andere ist mir fast schon egal.

Wie auch immer: das einzige, was mich auch extrem ärgert, ist die lapidar angekündigte Verschiebung von 1943. Dass die PC-Version keine simple Portierung werden sollte, wurde schon bei der ersten Lücke zwischen den Terminen als Argument ausgereizt. Anfang 2010 ist eine bittere Aussage, die bei einer so extremen Erwartungshaltung der PC-Spieler wie gesehen einer deutlich ausführlicheren Erklärung bedarft hätte. In diesem Punkt bin ich mit Peer wieder einer Meinung und lecke meine Wunden. Genauer gesagt habe ich gestern doch spontan die eine oder andere Spielezeitschrift aufgeschlagen und nach Alternativen zur Überbrückung der Wartezeit gesucht. Battlefield 2 setzt langsam Staub an ;)

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 26.August 2009 von -=Punkbuster=- geschrieben.
Über -=Punkbuster=-: ist ein Battlefielder der ersten Stunde. Von Battlefield 1942 bis 2142 hat er alle Teile und Add-Ons im Regal stehen. Und sie sind immer alle installiert ;)

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Bad Company 2, Battlefield, Battlefield 1943, Battlefield 3, DICE, EA
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Zu Grabe tragen

TanteEmma | Saturday, August 22, 2009 | 17:31

Die Gamescom in Köln neigt sich mit dem letzten Tag so langsam dem Ende zu. Tausende von Gamern bevölkerten seit Donnerstag die Hallen in der NRW Metropole und waren verwundert. Denn es war genauso voll wie in Leipzig. Das Platzangebot war eines der offiziellen Gründe für den Umzug der Messe und der Zerstörung des Markennamens “Games Convention”. Neben diesen Marketingsachen, standen aber die Spiele im Vordergrund und es gab wahrhaftig eine Menge Highlights. Bioshock II, Mafia II, Diablo III, Colin McRae Dirt II. Man merkt also, dass die “Zwei” im Rampenlicht der Messe stand. Das war auch in Sachen Battlefield nicht anders.

Erfolg? Bestimmt
Bad Company 2 soll alles besser machen. Das Spiel soll einen besseren Multiplayermodus haben als der erste Teil. Die B-Kompanie feiert ihr Debüt auf dem PC und die Zerstörung 2.0 soll zweimal so gut sein. Alles tolle Versprechungen, doch auch wenn man nicht selber auf der Messe war, bemerkt man eher zurückhaltende Freude. Vom Hoffnungsträger einer Serie sprechen die wenigsten, der Schrei nach einem Battlefield 3 wird lauter und lauter. Doch warum? Vielleicht weil Innovationen fehlen. Denn wenn man sich so den Multiplayerflyer durchließt, der alle wichtigen Fakten und Möglichkeiten beinhaltet fällt einem auf, dass Neuerungen irgendwie nicht dabei sind. Acht Karten erscheinen winzig, im Vergleich zu Battlefield 2. 15 Fahrzeuge haben im Vergleich zu 29 immer noch das nachsehen, ganz von den vier Klassen in Bad Company 2 abgesehen. Denn in dem anderen Titel mit der großen zwei gibt es von deren sieben. Sicherlich kann man entgegensetzten, dass Quantität und Qualität zwei verschiedene Schuhe sind, doch irgendwie fehlt der Glaube, dass DICE acht Hammerkarten aus dem Boden stampft und die Wahl aus 15 Fahrzeugen einfacher fällt als aus 29. Die Gamescom war für Battlefieldfans kein Desaster, aber dennoch etwas enttäuschendes.

Hoffnung? Eher nicht
Neben einer anspielbaren Version gab es einen Trailer, mehr nicht. Angekündigte Informationen über die PC Versionen? Naja, grob betrachtet gab es die wirklich. Neuerungen für 1943 wurden in einem Interview mit Gordon van Dyke preisgegeben. Das dieses nicht auf der Gamescom geführt wurde, ausgerechnet von einer amerikanische Seite publiziert und den faden Beigeschmack der Verschiebung mit sich bringt scheint ein Opfer zu sein, welches gebracht werden muss. Spieler an den Ständen standen lange an um fünf Minuten Spaß haben zu dürfen. Klar, nicht an der PC Version, sondern an der Konsole. Doch wirkliche Informationen gab es nicht. Liegt vielleicht auch daran, dass die Verantwortlichen schon am Freitag ihren letzten Arbeitstag am Stand von EA hatten. Offiziell bereitet man sich auf die nächste Messe, der Penny Arcade Expo vor. Warum Verantwortliche deswegen bei einer Messe, die am 4. September beginnt schon zur Hälfte des Messezeitraums in Köln die Stadt verlassen, wissen wir nicht.

Zukunft? Düster
Hätte die Demo auf der GC überzeugt, hätten wir diesen Text eventuell nicht geschrieben. Wäre die PC Version nicht verschoben wurden, hätte der Artikel den Weg auf die Seite nicht geschafft. Würde das Studio Kontakt zu den Fans halten, würden auch folgende Zeilen nicht verfasst werden. Doch hätte, wenn und aber. Es ist nunmal so passiert. Spieler an den Konsolen in Köln, daddelten mit Leuten aus Bulgarien. Besucher der Messe berichten von Lags und Glitches im Spiel. Von einer einwandfrei funktionierenden Version sind die Schweden also weit entfernt. Die offiziellen EA Foren sind voll mit Threads, in denen Spieler ihre Unmut über die Verschiebung der PC Version Luft machen. Während wir vor mehr als einer Woche noch über die Einstellung des Projektes lachten, weil die Gamestar angeblich eine Fehlinformation verbreitete, waren Verantwortliche in Schweden vielleicht gar nicht so weit vom “canceln” der PC Versioon entfernt. Also wurde der Entschluss von DICE nicht erst diese Woche gefasst, sondern liegt schon etwas weiter zurück. Wobei wir beim wohl schlimmsten Manko der Serie sind. Der Kontakt mit den Kunden. Nach einer viermonatigen Verschiebung (Von Juni 09 auf September 09) müssen wir eben auch mit einem mindestens fünfmonatigen Delay (Von September 09 auf Februar 10) leben. Eine Mitteilung in den Foren? Fehlanzeige. Bis zum Konsolenrelease hatte dies prima geklappt. Fragen der Spieler wurden beantwortet. Wer eine qualitative hatte, bekam meistens noch am gleichen Tag eine Rückmeldung. Doch seit der Veröffentlichung auf den Konsolen, herrscht Funkstille zwischen DICE und Kunden. Die alte Leier der Serie. Kein Wunder dass sich die Kunden, die diese Serie groß gemacht haben nun hintergangen fühlen.

Ausblick? Keine Ahnung
Wie es nun weiter geht, wissen eventuell noch nichtmal alle Mitarbeiter in Stockholm. DICE ist auf Messen vertreten um Bad Company 2 zu vermarkten. Informationen zu 1943 werden wir mit Sicherheit auch nicht in den nächsten Wochen erhalten. Warum? Erfahrung! Zum Patch 1.5 für Battlefield 2, waren die letzten Nachrichten so, dass angeblich ein Release in den kommenden Tagen bevorsteht. Diese Information liegt nun 15 Tage zurück. Modder werden schmunzeln, wenn ich jetzt sage, dass diese immer noch auf einen Editor für 2142 warten oder auf Anleitung für den Battlecraft Sandkasten. Mods werden für 1943 schwer realisierbar sein. Das gleiche gilt dann für Bad Company 2 (Es gibt eine Bestätigung, dass es keinen Editor geben wird) und auch für Battlefield 3. Denn das Spiel mit der großen 3 wird auf der Frostbite Engine laufen, und deswegen bin ich mir sicher, dass Bastler mit 2142 das letzte Spiel von DICE gesehen haben, welches ein Modden zulässt.

TanteEmma Dieser Artikel wurde am 22.August 2009 von TanteEmma geschrieben.
Über TanteEmma: Seit 2006 bei BF-Games dabei und kommt seitdem nicht mehr weg davon. Wobei das Spiel an sich, seit 2142 nicht mehr im Vordergrund steht.

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Panikfield 1943

TanteEmma | Saturday, August 15, 2009 | 10:36

In den letzten Jahren haben wir als Team schon viel erlebt. Aber solche “Breaking News” wie am Mittwoch sind in den Tagen eines Redakteurs die schönsten. Vielleicht nicht als Spieler, aber als Redakteur aufjedenfall. Die Ergebnisse überschlugen sich am Nachmittag wirklich. Als wir den Artikel entdeckten, war der erste Klick, der auf unser Admin Panel. Doch bevor wir mit dem eigentlichen Text anfingen, ging eine kurze Mitteilung über Twitter raus. Diese verbreitete sich wie ein Störfeuer und über Leute, die man selber nicht kennt und nie wahrgenommen hat.

Das ewige Lied
Die News schrieb sich auch nicht von allein. Aus einer Einleitung mit einem Absatz, wurde nach der Veröffentlichung ein zweiter und dritter. Innerhalb der ersten 30 Minuten hatten wir über 900 Zugriffe auf den Artikel und satte 60 Kommentare, wobei diese nicht immer qualifiziert waren. Ganz im Gegenteil: Das gebashe ging wieder los. Sogar, als wir die Meldung revidierten und für falsch erklärten zeigten sich immer noch User enttäuscht, dass der Titel eingestellt wird. Als Redakteur zweifelt man in solchen Situationen an sich selbst. Schließlich wurde die Überschrift geändert und sogar rote Farbe markierte nun das Update. Verständnis gleich Fehlanzeige. Dabei gab es keine Bestätigung seitens der Entwickler. Die Gamestar blieb auch die einzige Website, die dieses Statement eingeholt hatte. Übrigens: Während der Artikel für falsch erklärt wurde, kam folgende Nachricht über Twitter.

TanteEmma Dieser Artikel wurde am 15.August 2009 von TanteEmma geschrieben.
Über TanteEmma: Seit 2006 bei BF-Games dabei und kommt seitdem nicht mehr weg davon. Wobei das Spiel an sich, seit 2142 nicht mehr im Vordergrund steht.

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