Pfeiffersche Schweinegrippe
TanteEmma | Saturday, November 7, 2009 | 15:30Diese Plattform auf der ihr euch gerade befindet, konzentriert sich auf Themen die nicht unbedingt alltäglich sind. Private Erlebnisse treffen auf Klatsch und Tratsch aus dem Internet. So könnte man vielleicht das Blog in einem Satz zusammenfassen. Lange Zeit habe ich überlegt, ob ich eine Meinung zum wohl meistdiskutierten Thema in diesen Tagen verfasse. Aber ich habe dann doch mit meinen Ansichten zu Modern Warfare 2 zurückgehalten. Heute lief mir bei meiner täglichen Recherche im Internet, dann aber doch was über den Weg, was ich nicht länger versteckt halten konnte.
Vorgeplänkel
Wer sich ein wenig mit der Diskussion über Games & Gewalt beschäftigt hat, dem wird auch der Name Christian Pfeiffer etwas sagen. Der Professor vom Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, gilt als einer der Persönlichkeiten, wenn es um den Kampf gegen gewalthaltige Videospiele geht. Nur wenige wussten, dass seine Schwester Regine Pfeiffer als freie Mitarbeiterin in der gleichen Einrichtung mitarbeitet. Soviel zum Prolog und den Verhältnissen. Regine P. war nun am 30. Oktober 2009 mit auf einer Eltern-Lan in Hamburg. Diese dient dazu, den Eltern Videospiele näher zu bringen und auch den Umgang damit zu erklären. Eine gute Sache wie wir finden. Der gleichen Meinung ist wohl auch der Staat. Denn in Kooperation mit Turtle Entertainment (ESL, früher GIGA) unterstützt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) die Eltern Lan mit Fachkräften.
“Das ist doch krank”
Soweit, so gut. Als das TV Format von Turtle Entertainment (ESL TV) Frau Regine Pfeiffer um ein Interview bat, begann aber das etwas “suspekte Spiel”. In den Kommentaren zu dem Video werden ganze andere Wörter benutzt. Zu einer Statistik, dass Kinder ca. 7 Stunden pro Tag vor dem Bildschirm verbringen, hat Regine Pfeiffer nur “das ist doch krank” zu erwidern. Doch ab dieser Sekunde verzettelt sich die Schwester vom Professor für Kriminalogie. Sie entreißt dem hilflosen Moderator fast das Mikrofon und bringt folgenden Satz über die Lippen: “Man muss von etwas keine Ahnung haben, um etwas zu kritisieren”. Von diesem Standpunkt kommt sie plötzlich auf Eisbären, die wir gefälligst retten sollen und Regenwaldabholzung. Roter Faden? Fehlanzeige.
“Das ist doch bekloppt!”
Es geht um die Frage, wie man Jugendliche von der Mattscheibe wegholen kann. Genau da macht Frau Pfeiffer dann den größten Sprung. Als der Moderator Alexander Holtz, auf ihre Meinung eingeht und erwidert, dass man z.B. nach Lösungen suche um Eisbären zu retten (er klammerte sich deutlich an das Beispiel von Frau Pfeiffer), antwortet sie nur lapidar mit “Und was macht ihr hier? Das ist doch bekloppt!”. Schließlich wird auf der Eltern-Lan ein Rennspiel gezeigt. Was sie damit ausdrücken will? Wir denken, dass sie es verurteilt den Kindern am Bildschirm Umweltverschmutzung beizubringen. Was das in dem Kontext zu suchen hat? Keine Ahnung. In dem letzten Teil des Interviews bestätigt Frau Pfeiffer den Eindruck, den wir in den gesamten 2.30 Minuten erhalten haben. Eine Meinungsäußerung möchten wir uns abschließend nicht erlauben, eben genauso wie bei Modern Warfare 2. Macht euch selber ein Bild davon.
Dieser Artikel wurde am 07.November 2009 von TanteEmma geschrieben.
Über TanteEmma: Seit 2006 bei BF-Games dabei und kommt seitdem nicht mehr weg davon. Wobei das Spiel an sich, seit 2142 nicht mehr im Vordergrund steht.






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