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Friede, Freude, Videospiel-Journalismus

TanteEmma | Thursday, November 10, 2011 | 21:25

Ich mag Eierkuchen. Nicht immer, aber manchmal habe ich Appetit darauf. Wahrscheinlich weil die Beilagen mit dem das Essen bestrichen werden kann, meistens recht süß sind. Und wir haben schon in der Schule gelernt: Gerade Schokolade setzt Glückshormone im Körper frei. So oder so ähnlich muss es Journalisten und Hobby-Redakteuren gehen, wenn sie ein langerwartetes Spiel in die Hände bekommen. Im Shooter-Genre können Schreiberlinge 2012 dank Battlefield 3 wohl ganz auf Süßigkeiten verzichten. Denn ganz nach dem Motto “Friede, Freude, Eierkuchen” scheinen die Glückshormone vielen Testern die Wertungen zu vernebeln.

Zweierlei Maß?
So entsteht beim lesen einiger Testberichte ein komischer Eindruck. Es scheint als haben sich viele Journalisten auf die Call of Duty Serie -im warsten Sinne des Wortes- eingeschossen. Formulierungen wie “vom Thron gestoßen” oder “Shoot-Out der Mega Spiele” deuten auf ein Duell zweier Spiele hin, dessen Existenz stets beide Entwicklerfirmen verneint haben. Doch wer den Journalismus kennt, weiß das die Parallelen zu gering sind um daraus keine passende Geschichte zu kreieren. Allerdings sollte dann auch keine Doppelmoral angewendet werden. Während Startschwierigkeiten beim Spiel von DICE kein Grund sind soetwas in einem Artikel zu erwähnen, wird bei Modern Warfare 3 draufgehauen. Serverabstürze, dringend benötigte Updates, Fehler im Spiel. Alles Probleme die in Wertungen nicht mehr einfließen. Es scheint so als werden bei Tests nur Checkpoints abgehakt. Grafik, Sound, Multiplayer und Einzelspielerteil. Was aber nach dem Veröffentlichen des Artikels mit dem Spiel passiert, interessiert nicht. Auch Diskussionen um Modtools, Anti-Cheat Programme oder Videoaufnahme-Software werden nicht mehr geführt. Verwunderlich ist dabei das Nachplappern von “Banalitäten”, welche durch die Werbung der Firmen gestreut wird. Oder gibt es einen Test im Netz zu finden in dem nicht erwähnt wird, dass Spieler sich in Battlefield 3 wieder hinlegen können? Was diese Entscheidung aber nun fürs Spiel bedeutet wird schlichtweg verschwiegen.

Bleibender Eindruck
Bei den vielen Hurra-Wertungen in großen deutschen Videospielmagazinen kann schon einmal die Objektivität hinterfragt werden. Sicherlich: ein vollständig objektiver Bericht kann nicht existieren. Doch gerade in den Wertungen müssen auch negative Aspekte hervorgehoben werden. Im Fließtext seine Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle wiederzugeben, belebt jeden einzelnen Satz. Jedoch kommt es für Entwickler, Vertreiber und auch zahlreiche Spieler auf die nackte Zahl am Ende des Fazits an. Und wenn dort eine 89 statt 90 steht, könnte die Kaufentscheidung anders ausfallen. Apropos Objektivität: Sind Magazinen zu trauen, welche einen Releasecountdown, riesige Werbung und eine Extra-Kategorie zum Spiel schalten? Nur wenige Tage bevor der äußerst positive Test zum Titel online geht? Journalisten brauchen die Videospiele und jene Hersteller brauchen die Journalisten. Allerdings sollte die Grenze nicht fließend sein, auch wenn es um eine der schönsten Nebensächlichkeiten der Welt geht.

TanteEmma Dieser Artikel wurde am 10.November 2011 von TanteEmma geschrieben.
Über TanteEmma: Seit 2006 bei BF-Games dabei und kommt seitdem nicht mehr weg davon. Wobei das Spiel an sich, seit 2142 nicht mehr im Vordergrund steht.

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Battlefield 3, Journalismus, Modern Warfare 3, Test, Wertungen
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Hintergedanken

TanteEmma | Friday, August 12, 2011 | 16:13

Ich bin mit Battlefield 3 unzufrieden. Daraus mache ich keinen Hehl. Da ich aber sowieso immer weniger spiele, wiegt das nicht so schwer wie noch vor einigen Jahren es der Fall gewesen wäre. Über Comm Rose, Fog of War, Waffenbalance und Spielmechanik kann gestritten werden. Viel interessanter ist für mich allerdings auch, was hinter den bunten, glücklichen Fassaden der Battlefield 3 Welt abläuft. Unter der Woche titelte der Warenhändler Amazon.co.uk, dass Battlefield 3 über 2000 % mehr Vorbestellungen hat als Battlefield 2 zu seiner Zeit. Über die 100 Millionen Marketingausgaben für den Titel wird schon länger diskutiert. Neu seit heute ist allerdings auch das Electronic Arts’ Downloadplattform Origin fester (zwingender) Bestandteil von BF3 sein wird. Interessante Dinge, die etwas vom eigentlichen Spiel abweichen aber die trotzdem zu diskutieren gilt.

Alles spricht über MW3 BF3
Für Journalisten ist das eine großartige Überschrift. 2000 % mehr Vorbestellungen bei Battlefield 3 als bei seinem (theoretischen) Vorgänger BF2. “Nur” 321 % im Vergleich von Modern Warfare 3 zu Call of Duty: Black Ops. Tolle Zahlen, tolle Überschrift, tolle Aussage. Wirklich? Schließlich ist Battlefield 2 schon ganze sechs Jahre auf dem Markt. Offizielle Zahlen von EA wurden bis heute nicht offengelegt. Allerdings vermeldete man gut zwei Monate nach Release im Juni 2005, dass der Titel 1,2 Millionen mal über die Ladentheke gegangen ist. Alleine wenn man diese Zahl nimmt und die 2000 % aufrechnet, kommt man nicht auf eine Zahl die Call of Duty Black Ops das Wasser reichen könnte. Das erfolgreichste Spiel aller Zeiten ging alleine in den ersten 24 Stunden 5,6 Millionen mal über den Thresen. Sechs Wochen danach wurde es offiziell zum meistverkauftesteten Spiel bisher. Die Meldung von Amazon, dass Modern Warfare 3 nun 321 % mehr Vorbestellungen hat als Black Ops, sollte eigentlich Grund zum Staunen sein. Doch das berichten die wenigsten Medien. Vorbestellungen sind für Publisher enorm wichtig, für Spieler sollten sie aber kein Gradmaß und vorallem kein Entscheidungsgrund sein. Boni hin, Boni her.

EA Downloader…Link…Loader…Origin…Dings!!
Apropos wichtig: Battlefield 3 wird unglaublich entscheidend für Electronic Arts. Über 100 Millionen wurde in die Marketingkampagne investiert. EA Boss Ricitiello spricht (leider) von nichts anderem als das Battlefield 3, Modern Warfare 3 ganz schön das Geschäft versauen wird. Ungeachtet des sinnlosen Hahnenkampfes der Chefs von Activision und EA, scheint Origin extrem wichtig zu sein. EA möchte ebenfalls einen Happen von der Online Distribution ab haben. So wurde auf der letzten E3 in Los Angeles das Tool ordentlich gepushed. Die Begeisterung von Spielern zu solchen Programmen hält sich immer noch in Grenzen. Valve hat mit Steam viele Jahre benötigt um die Software in der Branche und vor allem bei Spielern zu etablieren. Electronic Arts probiert jetzt dies alles innerhalb von wenigen Monaten. Da kommt es dem Publisher ganz recht, dass mit Battlefield 3 ein Spiel ins Haus steht welches wohl nur von der EA Sports Serie in den eigenen Verkaufszahlen geschlagen wird. Die Testphase mit der Battlefield 3 Alpha lief genau so, wie ich es erwartet habe: Schleppend. Ein wenig Lob hier, ein bisschen Kritik da, aber vor allem ein “muss das sein?” Fazit. Ganz klar: Battlefield 3 muss und soll Origin pushen. Ansonsten geht der Publisher genau so baden wie mit den Vorgängern EA Link, EA Download Manager oder EA Store. Allesamt höchstens mittelmäßig.
Soziale Funktionen und vernetzen von Spielern sind schön und gut. Allerdings ist es in etwa so wie mit Parteien die “cool”, “frisch” und “neu” wirken möchten: Niemand braucht so etwas unbedingt. Wenn ich mich vernetzen möchte und mit Freunden mich austauschen will, dann gehe ich zu Facebook oder StudiVZ. Wenn ich etwas cooles und frisches will, dann wähle ich keine Bundestagspartei. Man wird sehen ob Battlefield 3 dem Tool hilft. Wenn die Spieler aber merken, dass sie nur ein Spiel gekauft haben dass eine Software pushen soll, wird es so enden wie mit Ubisoft und seinem Game Launcher.

TanteEmma Dieser Artikel wurde am 12.August 2011 von TanteEmma geschrieben.
Über TanteEmma: Seit 2006 bei BF-Games dabei und kommt seitdem nicht mehr weg davon. Wobei das Spiel an sich, seit 2142 nicht mehr im Vordergrund steht.

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Amazon, Battlefield 3, Call of Duty, EA, Electronic Arts, Marketing, Modern Warfare 3, Origin
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About Respect and Reality

-=Punkbuster=- | Wednesday, July 27, 2011 | 22:14

During the last days I was confronted with gamers and website owners who criticize the release of news containing footage and screenshots of the Battlefield 3 Alpha trial. Some of them were just disappointed, others heaped reproaches on us and even said we are a disgrace for the community. The reason I’ve heard most of the times is disrespect and I think that was the point when I thought about writing some thoughts down so that everyone and not some representatives over DICE’s Google Newsgroup can read them. The first and main important thing is: we do respect the work of the development team and we like it, but that does not mean we are deaf, dumb, and blind.

When I look back at the history of the Battlefield series there have always been leaks. Patch 1.4 for Battlefield 1942 was leaked in 2003 because players searched and found it at EA Japans FTP server. The same thing happened 2005 with an unfinished version of Battlefield 2 and afterwards with the BF2 editor. During the last nine years I’ve seen dozens and dozens of leaks: screenshots, videos, patches, and other files. And every time they appeared fansites worldwide wrote news about it. And since we manage our fansite since 2002 we have all those stories at our archives. I have to admit that some of the news – especially those about leaked patches – caused trouble, but there was never a discussion whether a fansite writes about or not.

Having that said there were limits. A fansite would never write any news about the current list of trackers for a ripped version. A fansite would never write about any kind of warez, cracks, cheats, or allow any discussion about it. “No warez, no cheats, no cracks, and no support for those at our forums”. That is the very first part of our rules (written down in 2002) and we adhered to it since then. And that’s why we won’t accept any detractors who accuse us to have a lack of respect. Respect means not to harm anyone and in our opinion news about videos from the Battlefield 3 Alpha are nothing that can harm DICE or EA. Quite the contrary those videos seem to have a good marketing effect.

Today we published a news about a video that shows the ingame menu and weapons from the Battlefield 3 Alpha. This video was published four(!) days ago at the 24th of July and has more than 200.000 views so far. And the reaction from the mighty publisher: the author was banned from the Alpha, but the video is still there. Why? Normally DICE and EA  have the will and the power to delete those videos within hours (I’ve seen that many, many times before). So I’m asking you: why are those files still online and why can you find hundreds and thousands of other videos at YouTube? Why have such important files been distributed to normal players and not to a professional testing studio like Combat Testing? What the hell have DICE and EA expected when they made that decision?

Now that we’ve talked about the settings it’s time to talk about the media and since some of you said we are “unprofessionall” especially about professional media  If there is public interest there is news, and normally the press gives a shit about the source as long as there is a good story. I’ve been working as an editor for years and there were always persons who broke NDAs, contracts, and any other agreements you can not even imagine only to submit confidential information to us. Some did it because they wanted to change or reform something. Some did it because they were fired or pissed by someone, and some did it without any reason.But it all doesn’t matter. Once an information has been submitted an editor has to deliberate about whether the story has to be written or not. And If it is a matter of public interest the news WILL be published even if some people’s life falls apart after it. Watch any of the daily news shows and you will see what I’m talking about.

And here we go: there IS public interest, there is news about the Alpha public at Youtube, and we are a news website about the Battlefield series. The logical result: news about it. If you don’t get that or think it is disrespectful ask yourself why noone has questioned the decision to send the game to a bunch of gamers that would sell their own grandmother to get their finger on it. Ask yourself why this can happen while some of the most important details of the game – like the full weapon and kit layout, the recoil and spread, the total number of vehicles and maps, and so many other things – haven’t been announced yet. And finally ask yourself what the publication of screens of videos about the menu and the map has to do with disrespect. I’ll tell you what: nothing, absolutely nothing. That’s the way things work if something goes wrong. Next time you visit a party tell everyone that you have a photo of Halle Berry dancing naked on a table right in your jacket and leave it alone. Guess what will happen: you will lose it and the next day you will find it at every fucking website in the world.

Nuff said: we will not stop to write news about things everyone can find with a simple search at YouTube. We will not close our eyes if there is obviously something a Battlefield player could be interested in, as long as it is no stolen version of a game or something comparable. We will not shut up because something at the marketing department is going to cry about the news. We will not stop beeing BF-Games. We also have our “NDA”. And to all of you guys that criticize us while writing summaries about same videos we are talking about: why do you write about it and have not the courage to use the embed code?  Your double moral standards cloy us!

Cheers! PunK’
(of the old school)

[Edit: 07/27/2011, 09:46]

The leaked version of Windows 8 is a good example of what I’m talking about. Every – and I mean every – reliable tech website published (and still publishes) news about the leak, about the details, about the new functions, and all the fancy stuff that was published at the forums by users who downloaded and installed the leak. Has any of you written an e-mail to the tech websites and told them about respect? Could any of you imagine a leaked version of Windows 8 and not a single news about it? How do you judge in this case? If news about leaks are bad shouldn’t the tech websites stop writing about Windows 8? Microsoft must be really pissed – especially since the build was posted for sale on eBay – but the company has to deal with it. It’s called freedom of press and freedom of speech.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 27.July 2011 von -=Punkbuster=- geschrieben.
Über -=Punkbuster=-: ist ein Battlefielder der ersten Stunde. Von Battlefield 1942 bis 2142 hat er alle Teile und Add-Ons im Regal stehen. Und sie sind immer alle installiert ;)

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Weniger ist mehr

-=Punkbuster=- | Wednesday, August 26, 2009 | 09:19

Innerhalb der Redaktion sind wir nicht immer einer Meinung. Normalerweise diskutieren wir diese Frage im Redaktionsforum aus, bevor wir eine Meldung veröffentlichen, innerhalb eines Blogs wird das allerdings schwer. Immerhin geht es um die eigene Meinung. Und weil die Meinung meines Kollegen Peers soweit von meiner eigenen abweicht, habe ich mich zu einer Antwort auf seine jüngste Grabrede hinreißen lassen. Denn so düster, wie dort die Zukunft der Battlefield-Serie beschrieben wird, ist sie gar nicht. Mit BF1943 und Bad Company 2 stehen gleich zwei neue Spiele der Serie ins Haus und sobald im Frühjahr 2010 der Verkauf startet, wird die Ankündigung für Battlefield 3 kommen. Was will man mehr.

Dass es auf der GamesCom in Köln zu den beiden PC-Versionen der Spiele wenig Neues gab ist unschön, aber nicht weiter tragisch. Es sind noch einige Monate bis zum Release und bis dahin kann viel passieren. Dazu wird in Zeiten von Breitband-Internet einfach schon vieles vorab im Internet gezeigt. Wer auf eine Messe geht, darf ganz allgemein nicht zuviel erwarten. Das gilt im Jahr 2009 für Battlefield wie für jedes andere Spiel. Und letzten Endes darf man eins nicht vergessen: Bad Company ist eigentlich ein reines Konsolenspiel, das neben Battlefield 3 für den PC entwickelt wird, weil das Flehen der Spieler bei den Entwicklern nicht mehr zu überhören war. Vorgesehen war dieser Schritt eigentlich nicht. Man sollte an Bad Company 2 also nicht mit den falschen Erwartungen herangehen und bei aller Kritik die Veränderungen gegenüber Battlefield 2 im Blick behalten.

Ein gutes Beispiel sind die Inhalte. Bad Company 2 kommt zum Start mit acht Karten – also genau derselben Menge wie der erste Teil. Das wurde damals von den Spielern als zu wenig kritisiert, weshalb man in Form von Patches den Conquest-Modus nachreichte. Und wie Produzent Karl-Magnus Troedsson jüngst in einem Interview betonte, werden im zweiten Teil beide Modi von Anfang enthalten sein. Und wer schon einmal eine BF2-Map im Push-Modus (was Gold Rush zweifelsfrei ist) und danach im Conquest gespielt hat, weiß wie unterschiedlich das Erlebnis in derselben Umgebung sein kann. Damit nicht genug werden es am Ende wohl vier Spielmodi sein.

Die Antwort auf die Kritik an den Klassen fällt ähnlich aus: es sind nur noch vier, dafür kann man sich im neuen Menü sein Kit zusammenstellen wie es gerade passt. Und zwar viel umfangreicher als das mit den Unlocks bei Battlefield 2 möglich ist. für deren volle Verfügbarkeit man immerhin ein Add-On und einen Boosterpack kaufen muss. Die Frage nach den Klassen ist für mich relativ, vor allem nachdem ich auf der GamesCom durch die Waffen in der Kitauswahl gescrollt habe. Dasselbe gilt für mich für die Karten. Ja, es sind nur acht Stück, aber wenn man den Aufwand in der Produktion dieser Level bedenkt ist das schon eine Menge.

Anders als bei allen anderen PC-Teilen muss jeder Baum, jeder Zaun, fast jedes Hindernis und fast jedes Haus zerstörbar sein. Und diese Zerstörung muss abgebildet werden. In Form von zerstörten Häusern, Zäunen und Bäumen. Und die Spieler verlangen mehr Realismus. Zerstörte Häuser, bei denen am Ende doch noch das Grundgerüst steht, sind doof. Also wird Feintuning betrieben und das Haus ganz zerstörbar gemacht. Und das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Viel Geld, für viele Entwickler und irgendwo werden im Projektmanagement immer Abstriche gemacht. Und wenn es am Ende nur 15 Fahrzeuge statt der 29 in Battlefield 2 sind, soll mir das Recht sein. Das Gesamtpaket muss stimmen.

Das beste Beispiel dafür ist Left4Dead. Das Gesamtportfolio an Waffen kann ohne Scham als Bescheiden bezeichnet werden, Spaß macht das Spiel dennoch. Zwar nicht allen Käufern, aber die Spielerzahlen und die Ankündigung einer Fortsetzung sprechen für sich. Und deshalb sperre ich mich weiter dagegen, Bad Company 2 an mehr zu bewerten als dem, was ich am Verkaufstag bei mir auf dem Bildschirm sehe und mit meinen Freunden erlebe. Ich brauche keine 100 Karten – bei Battlefield 2 habe ich am Ende drei der 15 wirklich gespielt – und 200 Waffen. Sound, Optik und Gameplay müssen stimmen. Alles andere ist mir fast schon egal.

Wie auch immer: das einzige, was mich auch extrem ärgert, ist die lapidar angekündigte Verschiebung von 1943. Dass die PC-Version keine simple Portierung werden sollte, wurde schon bei der ersten Lücke zwischen den Terminen als Argument ausgereizt. Anfang 2010 ist eine bittere Aussage, die bei einer so extremen Erwartungshaltung der PC-Spieler wie gesehen einer deutlich ausführlicheren Erklärung bedarft hätte. In diesem Punkt bin ich mit Peer wieder einer Meinung und lecke meine Wunden. Genauer gesagt habe ich gestern doch spontan die eine oder andere Spielezeitschrift aufgeschlagen und nach Alternativen zur Überbrückung der Wartezeit gesucht. Battlefield 2 setzt langsam Staub an ;)

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 26.August 2009 von -=Punkbuster=- geschrieben.
Über -=Punkbuster=-: ist ein Battlefielder der ersten Stunde. Von Battlefield 1942 bis 2142 hat er alle Teile und Add-Ons im Regal stehen. Und sie sind immer alle installiert ;)

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