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Kampfansagen

-=Punkbuster=- | Wednesday, March 16, 2011 | 22:18

Manchmal geht mir das Betreiben einer Fanseite ganz schön auf die Nerven. Genau wie der Online-Journalismus über Computer- und Videospiele. In keinem anderen Bereich wird so viel Bullshit geschrieben, so viel heiße Luft zu Aufmachern gemacht und so wenig nachgedacht. Irgendwer sagt etwas, also wird es weiter verbreitet. Und zwar ohne wirkliche Einordnung. Nehmen wir zum Beispiel einen gewissen Herrn Troedsson. Der arbeitet seit einigen Jahren bei Digital Illusions und leitet dort inzwischen das Studio. Besagter Herr Troedsson echauffierte sich jüngst über die faule Konkurrenz, die seit Jahren dieselbe Engine für ihre Spiele nutzt. Gemeint ist damit logischerweise Infinity Ward und Treyarch, die Modern Warfare 2 und Black Ops mit der CoD-2-Engine umgesetzt haben.

Soweit so gut. Als Studio-Boss kann man schon einmal über die Konkurrenz herziehen. Es gibt bei der Sache jedoch ein Problem: von etlichen Online-Medien und Fanseiten wurde die Aussage Troedssons, die übrigens im offiziellen Playtstation Magazin erschienen ist, als Kampfansage an die Konkurrenz bewertet und auch so verbreitet. Und hier stelle ich mir die Frage, was genau die Ansage sein soll. Electronic Arts hat zwar angekündigt, wieder die Nummer eins im Bereich der Shooter werden zu wollen, aber mit solchen Sticheleien klappt das genausowenig wie mit atemberaubender Grafik, gutem Gameplay und tollem Sound.

Fakt ist, dass Bad Company 2 schöner ist als Black Ops, aber Fakt ist auch, dass sich das Spiel von Infinity Ward trotz der alten Engine deutlich besser verkauft hat. So gut, dass der Titel jüngst zum erfolgreichsten Spieler aller Zeiten erklärt wurde. Und den Titel hat es nicht etwa einem Produkt aus dem Hause EA abgelaufen, sondern seinem Vorgänger: Modern Warfare 2. Das gesagt, drängt sich mir die Frage auf, ob DICE und EA den Mund nicht ein wenig zu voll nehmen. Denn eins ist bereits seit dem Wettkampf zwischen Betamax, Video2000 und VHS zweifelsfrei bewiesen: am Ende setzt sich nicht immer das bessere Produkt durch. Und worum es am Ende geht, sind die Verkaufszahlen.

Schaut man sich die Zahlen an, hat DICE eine respektable Arbeit hingelegt. Bis heute wurden mehr als sechs Millionen Einheiten von Bad Company 2 verkauft, was im Wesentlichen zum Erfolg von EA beigetragen hat. Auch Medal of Honor ging gut über die Ladentheke, weshalb man dem Studio in L.A. eine Fortsetzung gestattet hat. Wir erinnern uns: als Messlatte hatte EA hier die Marke von drei Millionen Verkäufen festgelegt. Doch selbst wenn man beide Spiele zusammen nimmt, erreichen sie nicht die Zahlen von Call of Duty. Warum das so ist, möchte ich an dieser Stelle weder ansprechen, noch versuchen zu erklären. Fakt ist jedoch eins: um die Call-of-Duty-Serie wirklich anzugreifen, muss mehr her als die Frostbite-2-Engine.

Denn seien wir mal ehrlich: wenn Grafik und Gimmicks ausschlaggebend wären, würde heute kein Mensch mehr Counter Strike spielen. Wenn EA also wirklich angreifen möchte, dann sollte Battlefield 3 vom Start weg einmal mindestens 20 Karten für den Multiplayer enthalten. Und am besten gleich von vorneherein mit Unterstützung für mehr als einen Spielmodus. Wenn DICE wirklich angreifen möchte, ist von kleinen Inf-Only-Maps bis hin zu großen Fahrzeugschlachten alles dabei. Wenn DICE wirklich angreifen möchte, muss Battlefield 3 mehr sein, als ein optischer und akkustischer Leckerbissen, der spielerisch jedoch nach sechs Wochen langweilt, weil man sich an neun bis zehn Karten satt gespielt hatt. Dann, ja dann, wird bei den Verkäufen vielleicht irgendwann die Schallmauer von 10 Millionen durchbrochen und dann nehme ich Kampfansagen auch ernst. Solange frage ich mich einfach weiter, ob das nächste Call-of-Duty sich nicht doch wieder besser verkauft. Selbst wenn es noch einmal mit der alten Engine gebaut wird.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 16.March 2011 von -=Punkbuster=- geschrieben.
Über -=Punkbuster=-: ist ein Battlefielder der ersten Stunde. Von Battlefield 1942 bis 2142 hat er alle Teile und Add-Ons im Regal stehen. Und sie sind immer alle installiert ;)

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Andere Zeiten, andere Sitten

-=Punkbuster=- | Tuesday, March 1, 2011 | 10:41

Bei BF-Games machen wir zurzeit großen Frühjahrsputz, weshalb es auch an der Zeit ist das Blog zu entstauben. So wirklich aktiv waren wir hier in letzter Zeit nicht, was wahrscheinlich am Charakter unserer Seite liegt. Wir haben ein Blog mit dem Namen BF-Games.net und wenn uns etwas bewegt oder nervt, schreiben wir es meist ins Forum. Vielleicht ist das Blog also doch zuviel des Guten? Ich weiß es nicht. Irgendwo müssen wir Texter aber eigentlich unsere Meinungsbeiträge unterbringen und wo sollten wir das sonst tun? Über die Battlefield-Szene zum Beispiel, die in vielen Bereichen gerade einen Rückschritt zu einer Zeit erlebt, die ich eigentlich am liebsten vergessen würde.

Gemeint ist die klassische Copy-&-Paste-Berichterstattung, wie sie heute in vielen Spielemagazinen zu finden ist. Irgendwo auf der Welt sagt irgendwer etwas, und schon wird daraus eine Nachricht. Das Problem daran: in den meistenb Fällen war das Gesagte anders gemeint oder wird vom Texter großzügig ausgeschmückt. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, wandern diese Falschinformationen dann oft nach dem Stille-Post-Prinzip durchs Internet. Stille Post deshalb, weil am Ende oft völlig Schwachsinn heraus kommt. Endlose Zitat-Ketten, bei denen eine Website als Quelle auf die nächste verweist und es oft Stunden dauert, den ursprünglichen Urheber herauszufinden.

Manche dieser Nachrichten sind dabei so offensichtlich falsch, dass die Lektüre fast schon physische Schmerzen verursacht. Das ist jedoch nur die Sicht eines ausgebildeten Texters, der im Gegensatz zu vielen Hobby.Autoren schon einmal etwas von Prinzip der ordentlichen Validierung von Quellen gehört hat. Es gibt dabei nämlich noch ein ganz anderes Problem: der Effekt bei Lesern. Denn jede falsche Nachricht findet immer Abehmer, bei denen sich die Botschaft festsetzt. So entstehen Gerüchte und manchmal sogar Legenden, die ausschließlich auf heißer Luft basieren. Die richtig guten Geschichten werden dagegen kaum aufgegriffen.

Als was tun gegen die Misere? Helfen könnte sicherlich eine klarere Kennzeichnung der eigenen Meinung. Ein bißchen mehr “wir denken” statt “da steht”. Ein bißchen mehr “nach unserer Meinung” statt “der Entwickler sagt”. Denn eins muss ich noch einmal klar sagen: es ist das Grndprinzip von Fanseiten, die Dinge auch aus der “Was wäre wenn” Perspektive zu betrachten. Spekulatius gehört zum Geschäft, denn auf die wirklich wichtigen Pressetermine werden auch weiterhin nur die großen Spielemagazine eingeladen. Was bleibt ist die Zweitverwertung und Analyse, in der wir – sorry ;) – auch einfach tausend Mal besser sind als jedes große Magazin.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 01.March 2011 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Dangerous Liaisons

-=Punkbuster=- | Wednesday, September 8, 2010 | 12:36

It wasn’t an easy job when we started our website in 2002. There were content management systems and there were forums but fans also needed a huge amount of skill to get things done. Create your own template, create a bridge between forum and website, and enable third party tools. Today things are much easier. There is WordPress with its billions of tools and templates and all the “out of the box” packeges for communities, with forums, social media tools, video management systems, and all the other stuff you need to build a community. Today everyone can start a fansite within 48 hours and that scares me.

But that’s not the only thing that has changed during the years. The most important thing is that EA realized how big the scope of community websites is. At its zenith thousands of people gathered at the forums of Planetbattlefield, TotalBF2, Project Reality and other communities worldwide to discuss about Battlefield 2. And around that time EA started to invite the managers of this sites to the studios and grant them access to their games. In 2005 we were able to test Battlefield 2 three month before the release and as far as I remember the EA Community Day in 2006 was the first event in the United States.

As a professional writer I have conflicting thoughts about those kinds of events. If a journalist writes about the car market and attends a press conference of a manufacturer he is not allowed to accept merchandising, gifts, or any other benefits. Most newspapers and magazines have this rule for their people to assure their autonomy. A theory says that journalists who accept gifts and benefits for a company are not longer uncritical and independent because of an inner censorship. You might leave some critical questions about the model out if the company granted you 20 percent discount for your own car, won’t you?

If we look at the community events we have a similar situation. Fan sites are not gaming magazines. Fansites are comparable to the yellow press. They collect every single statement, screenshot, and video to make their own interpretations. This way rants, rumors, and speculations are born and some of them might last forever. People always keep the rumors in mind even if DICE and EA release a dozen statements and clarifications. That’s how things work since nearly ten years now but now something has changed. DICE hired a community manager to zero out rumors and I doub’t it is going to work.

To explain you my concerns we have to take a closer look at the pecking order. First of all there are gaming magazines and some of the online magazines (those with digital distribution platforms) guarantee the revenue. That in mind it is clear that the “A press” gets all the nifty screenshots, videos, and insides before the fan sites. The classical job of a fan site is to collect those shots and videos and aggregate at the own website. And beside that job there have to be speculations about the table of content, possible modifications, options, and all the other stuff people wish to see in a game. Visitors of a fansite demand those kind of news since it distinguishs the fan site from the magazines.

We go deeper, we interpret and reinterpret every sentence a devs says during interviews, and we draw our own conclusions. We take hidden cameras to  a booth and leak the first video of a trailer. We scan blogs, press rooms, and the website of the publisher for hidden renders and once the game is released we take it apart until we found every single piece of information. We are more than fans, we are junkies, and we are addicted to the game. Rumors are our staff of life and the discovery of a leak is our fulfillment. But there is a problem: the people at the marketing bureaus dislike everything we love.

At the beginning this conflict wasn’t a big deal. There is us and there is EA. We found a leak, our users are happy, and EA wouldn’t dare to counteract against the news. Just imagine the headline: “Big bad publisher sues small fansite”. Not the best idea to to strengthen the corporate image and that’s why we had no contact with DICE or EA for a long long time. Things changed with the introduction of the community days. There are still no law suits if something is released that is still under embargo but if you take a closer look at the news you’ll find hints like “removed due request by EA”. And that’s what I meant when I talked about inner censorship earlier.

The mails with the request are not from the legal department but from the people you know from the community events. Here is a (fictional) example: “Hey, would it be a problem to delete those screens and the news. You know, it’s not a big deal but we don’t want to have those screens online at the moment”. And believe me, if you know the person from a community event which was great fun and entertainment it can be really, really hard to say No and let those screens online – especially if you left the event with a shitload of shirts, stickers, and other stuff…. It’s a dangerous liaison that publishers and fan sites contract and fan sites have to watch out that they don’t lose their autonomy.

This might sound harsh but don’t get me wrong: The community days are a great invention. It’s a great opportunity to get in contact with the devs and other enablers. You can manage the conversation of a whole year (online) within a single night and it’s simply awesome to see that the guys who make the games really love what they do. Those events are an enrichment and strengthen the community but you have to keep one thing in mind: As it is clear that some questions remain unanswered and it is not allowed to take pictures at all times even during a community event it must also be clear that those events can not change the way we work – even if the new community manager zh1nth0 is at pains to make clear that “only real info come from EA or DICE”.

I said it before: we are fans, we, are junkies, we are addicted, and this is madness ;)

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 08.September 2010 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Weniger ist mehr

-=Punkbuster=- | Wednesday, August 26, 2009 | 09:19

Innerhalb der Redaktion sind wir nicht immer einer Meinung. Normalerweise diskutieren wir diese Frage im Redaktionsforum aus, bevor wir eine Meldung veröffentlichen, innerhalb eines Blogs wird das allerdings schwer. Immerhin geht es um die eigene Meinung. Und weil die Meinung meines Kollegen Peers soweit von meiner eigenen abweicht, habe ich mich zu einer Antwort auf seine jüngste Grabrede hinreißen lassen. Denn so düster, wie dort die Zukunft der Battlefield-Serie beschrieben wird, ist sie gar nicht. Mit BF1943 und Bad Company 2 stehen gleich zwei neue Spiele der Serie ins Haus und sobald im Frühjahr 2010 der Verkauf startet, wird die Ankündigung für Battlefield 3 kommen. Was will man mehr.

Dass es auf der GamesCom in Köln zu den beiden PC-Versionen der Spiele wenig Neues gab ist unschön, aber nicht weiter tragisch. Es sind noch einige Monate bis zum Release und bis dahin kann viel passieren. Dazu wird in Zeiten von Breitband-Internet einfach schon vieles vorab im Internet gezeigt. Wer auf eine Messe geht, darf ganz allgemein nicht zuviel erwarten. Das gilt im Jahr 2009 für Battlefield wie für jedes andere Spiel. Und letzten Endes darf man eins nicht vergessen: Bad Company ist eigentlich ein reines Konsolenspiel, das neben Battlefield 3 für den PC entwickelt wird, weil das Flehen der Spieler bei den Entwicklern nicht mehr zu überhören war. Vorgesehen war dieser Schritt eigentlich nicht. Man sollte an Bad Company 2 also nicht mit den falschen Erwartungen herangehen und bei aller Kritik die Veränderungen gegenüber Battlefield 2 im Blick behalten.

Ein gutes Beispiel sind die Inhalte. Bad Company 2 kommt zum Start mit acht Karten – also genau derselben Menge wie der erste Teil. Das wurde damals von den Spielern als zu wenig kritisiert, weshalb man in Form von Patches den Conquest-Modus nachreichte. Und wie Produzent Karl-Magnus Troedsson jüngst in einem Interview betonte, werden im zweiten Teil beide Modi von Anfang enthalten sein. Und wer schon einmal eine BF2-Map im Push-Modus (was Gold Rush zweifelsfrei ist) und danach im Conquest gespielt hat, weiß wie unterschiedlich das Erlebnis in derselben Umgebung sein kann. Damit nicht genug werden es am Ende wohl vier Spielmodi sein.

Die Antwort auf die Kritik an den Klassen fällt ähnlich aus: es sind nur noch vier, dafür kann man sich im neuen Menü sein Kit zusammenstellen wie es gerade passt. Und zwar viel umfangreicher als das mit den Unlocks bei Battlefield 2 möglich ist. für deren volle Verfügbarkeit man immerhin ein Add-On und einen Boosterpack kaufen muss. Die Frage nach den Klassen ist für mich relativ, vor allem nachdem ich auf der GamesCom durch die Waffen in der Kitauswahl gescrollt habe. Dasselbe gilt für mich für die Karten. Ja, es sind nur acht Stück, aber wenn man den Aufwand in der Produktion dieser Level bedenkt ist das schon eine Menge.

Anders als bei allen anderen PC-Teilen muss jeder Baum, jeder Zaun, fast jedes Hindernis und fast jedes Haus zerstörbar sein. Und diese Zerstörung muss abgebildet werden. In Form von zerstörten Häusern, Zäunen und Bäumen. Und die Spieler verlangen mehr Realismus. Zerstörte Häuser, bei denen am Ende doch noch das Grundgerüst steht, sind doof. Also wird Feintuning betrieben und das Haus ganz zerstörbar gemacht. Und das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Viel Geld, für viele Entwickler und irgendwo werden im Projektmanagement immer Abstriche gemacht. Und wenn es am Ende nur 15 Fahrzeuge statt der 29 in Battlefield 2 sind, soll mir das Recht sein. Das Gesamtpaket muss stimmen.

Das beste Beispiel dafür ist Left4Dead. Das Gesamtportfolio an Waffen kann ohne Scham als Bescheiden bezeichnet werden, Spaß macht das Spiel dennoch. Zwar nicht allen Käufern, aber die Spielerzahlen und die Ankündigung einer Fortsetzung sprechen für sich. Und deshalb sperre ich mich weiter dagegen, Bad Company 2 an mehr zu bewerten als dem, was ich am Verkaufstag bei mir auf dem Bildschirm sehe und mit meinen Freunden erlebe. Ich brauche keine 100 Karten – bei Battlefield 2 habe ich am Ende drei der 15 wirklich gespielt – und 200 Waffen. Sound, Optik und Gameplay müssen stimmen. Alles andere ist mir fast schon egal.

Wie auch immer: das einzige, was mich auch extrem ärgert, ist die lapidar angekündigte Verschiebung von 1943. Dass die PC-Version keine simple Portierung werden sollte, wurde schon bei der ersten Lücke zwischen den Terminen als Argument ausgereizt. Anfang 2010 ist eine bittere Aussage, die bei einer so extremen Erwartungshaltung der PC-Spieler wie gesehen einer deutlich ausführlicheren Erklärung bedarft hätte. In diesem Punkt bin ich mit Peer wieder einer Meinung und lecke meine Wunden. Genauer gesagt habe ich gestern doch spontan die eine oder andere Spielezeitschrift aufgeschlagen und nach Alternativen zur Überbrückung der Wartezeit gesucht. Battlefield 2 setzt langsam Staub an ;)

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 26.August 2009 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Wiki, oder wie, oder was?

-=Punkbuster=- | Friday, February 6, 2009 | 21:13

Langsam aber sicher bin ich am verzweifeln. Es gibt dort draußen so viele Spieler, Filmer, Mapper und Modder für die Battlefield-Serie. Und niemand von denen – so scheint es zumindest – hat zwei oder drei Minuten Zeit für unser Battlefield Wiki übrig. Warum nur? In der großen Wikipedia klappt es doch auch und eine kollaborative Sammlung von Wissen lebt nun einmal von der Beteiligung vieler. Wenn alle Einträge im Wiki vom Team gemacht werden, können wir auch zu statischen Websites zurückkehren. Und die haben gegenüber der Mediawiki-Software einen entscheidenden Vorteil: Man kann sie wirklich ordentlich gestalten.

Eigentlich möchten wir aber gerne beim Wiki bleiben, denn eine wirklich gute und allumfassende Sammlung von Wissen über die Battlfield-Serie fehlt schon lange. Und auf keinen Fall kommen wir dem Ziel der großen Online-Enzyklopädie näher, wenn wir versuchen sie alleine zu schreiben. Wir sind auf Beteiligung angewiesen, doch langsam frage ich mich ob da jemals noch etwas kommt. Und wenn nicht, woran liegt es? Am Login, an der komischen Formatierung oder einfach an Lustlosigkeit? Ich weiß es nicht, starte jetzt aber mal eine Umfrage.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 06.February 2009 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Twitter stinkt

-=Punkbuster=- | Monday, January 26, 2009 | 22:53

Richtig viel los ist in diesem Blog nicht, was sich im Wesentlichen am Arbeitsaufwand der Hauptseite festmachen lässt. Wenn man so eine Seite einmal fünf oder sechs Jahre im Netz hat, ist eigentlich alles Baustelle. Dazu müssen jeden Tag News gesucht und geschrieben werden. Zeit bleibt da nicht wirklich übrig und vor allem nicht für Bloggen. Und als wäre nicht bereits genug Arbeit da, haben sich ein paar Online-Junkies etwas ganz tolles einfallen lassen: Twitter. Ein völlig bekackten Online-Dienst, der genau zwei Zwecke verfolgt: Backlinks für die Suchmaschine zu generieren und das Internet mit noch mehr Datenmüll zuzuballern. Denn im Gegensatz zu ICQ, IRC und Co. wird dieser Chat sorgfältig dokumentiert.

Aber fangen wir von vorne an. Als Twitter gestartet wurde, ging das Tool den meisten Menschen noch am Arsch vorbei. das lag ganz einfach am Konzept. Jeder Benutzer konnte schreiben, was er gerade macht, und alle anderen konnten das lesen. Und weil diese Idee des Massive-Multiplayer-Chats so vielen Leuten Spaß gemacht hat, konnte man bald gar nichts mehr lesen. Denn durch die Massen an Spam war es praktisch unmöglich mit dem Ticker schritt zu halten. Also wurde Twitter umgebaut und mit einem neuen Konzept versehen. Nach einer Registrierung kann man zwar immer noch etwas schreiben und es gibt auch noch die Public Que, aber die ist nicht mehr wichtig. Heute dreht sich alles um “Follower”. Man sucht sich spannende Personen und folgt ihnen zukünftig in dem man ihre Tweets abonniert.

Das Problem an der Sache gestaltet sich wie folgt: Die große Mehrheit der Leute auf Twitter schreibt nichts interessantes, sondern spielt Bullshit-Bingo. “Ich finde dies toll, ich mache gerade jenes und eigentlich wäre ich liebsten gerade irgendwo anders”. Langweilig ist noch eine nette Umschreibung, aber wie das mit dem meisten Web2.0 Schreißdreck ist, kommt man heute nicht mehr darum herum. Bei elxx habe ich gelesen, dass der DICE CM und der Battlefield Heroes CM auch dort registriert sind und Updates einstellen. Und weil man als Schreiber immer auf dem neuesten Stand sein möchte, haben wir uns auch einen Account angelegt. Andere sind uns da bereits voraus und pflegen ihre Nachrichten bereits fleißig als tweets ein, sammeln “Follower” und erschließen neuen Zielgruppen. Und was noch viel wichtiger ist: sie generieren Backlinks. Da möchte man jubilieren und im Dreieck springen. Endlich noch ein Kanal zur Kommunikation!

Bullshit! Zeit ist heutzutage ein kostbares Gut und als wenn es nicht schlimm genug wäre, sich in Netzwerken wie Facebook, Linkin, Xing und Technocrati präsentieren zu müssen, kommt jetzt auch noch dieses Sinnlos-Tool hinzu.  Und dank der Möglichkeit von Tags und Keywordoptimierung wird es auch noch genutzt. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, an der spätestens in einem Jahr niemand mehr vorbeikommt. Aber wieso? Wieso nimmt Google diese Ergebnisse überhaupt zur Kenntnis? Könnten die Macher dieser inzwischen allmächtigen Suchmaschine nicht einfach dieses eine Mal verzichten, oder sogar die rote Karte ziehen? Es würde ja auch kein Mensch darauf kommen Chatlosg zu speichern. Ganz einfach weil in neun von zehn Fällen nur Scheiße drinnen steht. Aber was soll’s. Noch ein Link mehr auf der ohnehin schon zu lagen Liste von Dingen, die die Welt nicht braucht. Vielleicht stellen wir das Blog also einfach ein. Eure Meinung dazu könnt ihr uns ja einfach twittern.

Nachtrag: Andy Strauß bringt es auf den Punkt ;)

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 26.January 2009 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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Ben Cousins, die Zukunft der Konsole und andere Gedanken

-=Punkbuster=- | Saturday, April 5, 2008 | 22:40

Samstagabend nachts um halb zwölf. Zeit zum bloggen, denn angesichts einer Sonntagsschicht muss die Party ausfallen. Schlecht für mich, schön für das Blog. Thema des Abends ist Ben Cousins und sein Interview mit Gamasutra, das vor allem für Beobachter der Spielebranche und deren weiterer Entwicklung so viel mehr als nur ein Gespräch über Battlefield Heroes ist. Es geht um Games und Märkte, um den Kampf zwischen Konsole und PC und vielleicht auch um Battlefield 3. Allerdings sind das eher Gedankenspiele als wirkliche Schlüsse aus dem Interview.

Wo fange ich am besten an: Vielleicht mit Märkten und der Spielentwicklung, die in Zukunft noch weiter weg von der Disc gehen wird. Dafür sprechen gleich mehrere Fakten, denn Plattformen wie Steam, EA Downloader und Gamesload beweisen, dass Spieler bereit sind Inhalte digital zu erwerben. Dazu kommt ein weiterer Faktor: die große Unsicherheit bei großen Vollpreistiteln. Die Entwicklung der Spiele verschlingt Unsummen und das Ergebnis muss am Ende stimmen. Oft genug tut es das nicht nicht und als Ergebis des schlechten Ergebnisses werden Publisher größer und größer, um so ihr Risiko breiter zu streuen. Und sie erschließen ständig neue Märkte, wie man an Battlefield Heroes im Falle von EA sehen kann. Was dabei viele vergessen: Die Strategen in Redwood Shores sind damit mitnichten “First Mover”. Dann gäbe es da nicht Quake Live (ID Software) oder die “Play-for-Free” Pläne von Sony im Bereich Massive Multiplayer. Heroes ist einer unter vielen, die den rasant wachsenden Markt für Online-Games erobern wollen. Und das, obwohl die Zahl der Online-Spieler geringer ist als erwartet.

Das interessante daran sind der parallele Einstieg so vieler Publisher in dieses Segement und der späte Zeitpunkt, zu dem er passiert. Denn Cash wird mit diesem Konzept bereits sehr lange gemacht. Tausende, wenn nicht hunderttausende Menschen weltweit spielen Browsergames, die von jedem PC abrufbar sind und erst richtig Spaß machen, wenn man bestimmte Zusatzinhalte freischaltet. Und die Kosten Geld, was die Spieler bereitwillig zahlen. Denn gute Browsergames können – ganz ohne eine einzige Grafiksequenz – so süchtig machen wie World of Warcraft. Dazu sind sie viel billiger zu produzieren. Goal United, OGame und Insel-Monarchie und all die vielen anderen Ableger erzählen Bände davon. Natürlich sind Heroes und Quake Live keine Browsergames, aber eben auch keine Spiele im klassischen Sinn. Sie liegen irgendwo dazwischen. Ein ganz neuer Typ Spiel, der im Fall der Fälle auch einmal mit einer älteren Engine auskommt und eine kurze Entwicklungszeit hat. Läuft das Geschäft, wird es ausgebaut. Läuft es nicht, wird einfach etwas Neues ausprobiert. DICE und EA setzen hier auf Werbefinanzierung und Kauf-Gimmicks, andere Publisher vielleicht wirklich irgendwann auf Bezahlkarten und Level. Und vielleicht schlagen auch DICE und EA irgendwann diese Richtung ein.

Interessant ist unter diesem Gesichtspunkt die eingangs erwähnte Frage nach Battlefield 3 (BF3), das so gar nicht in dieses Konzept passt und sogar dem neuen Kurs von EA zum Opfer gefallen sein könnte. Wichtig ist hier die Geschichte von Battlefield und die Firmenpolitik des Publishers. Halb fertige Projekte zu canceln oder umzustrukturieren ist nämlich nichts ungewähnliches. In den PC-Teilen der Serie finden sich massenhaft Reste von angefangen Projekten. Fahrzeuge, Karten und Gebäude, die als letzte Zeugen davon berichten. Von einem möglichen zweiten Boosterpack für Battlefield 2142, aber auch von der einst getroffenen Entscheidung, aus dem zweiten Add-On für Battlefield 2 besser zwei Boosterpacks zu machen und damit eine kleine Revolution einzuläuten: den ersten ausschließlich digital vertriebenen Inhalt aus den Hause EA. Ein Battlefield(!), oder zumindest eine Erweiterung davon, die man nur online kaufen konte. Gemacht von denselben Spielentwicklern aus Schweden, die heute für Heroes verantwortlich zeichnen. Das alles fand im Jahr 2006 statt, etwa sechs Monate nach dem Start der Plattform mit dem damals auch auf CD erhältlichen Add-On Special Forces. Gerade einmal zwei Jahre ist das her und heute ist es das normalste auf der Welt, Spiele direkt im EA Store zu kaufen. In zwei bis drei Jahren wird es das normalste auf der Welt sein, Play-for-Free Shooter von DICE und EA zu erhalten und hier kommen wir zurück auf Battlefield 3 und die neue Frostbite Engine: Passt ein solches Spiel in dieses Konzept und wird es sich verkaufen?

Klären kann diese Frage wohl nur der neue EA-Chef John Riccitiello samt seinem Stab, doch zählt man eins und eins zusammen, steht am Ende schon rein mathematisch keine große Drei. Und auch ansonsten nicht, denn der neue Chef des größten Publishers ist vor allem am Ruder des schlingernden Konzerns, um diesen wieder in sicheres Fahrwasser zu führen. Und die Probleme sind mannigfaltig: Zu viele Fortsetzungen mit zu wenig neuen Inhalten zum Beispiel: Jedes Jahr eines neues NBA , NFL und NHL und mit ihnen jedes Jahr mehr Fehler bei nahezu null Innovation. Das Ergebnis waren vernichtendes Feedback der Kunden und – bei einem börsennotierten Unternehmen wie EA viel schlimmer – von führenden Analysten für den Games-Sektor. Die Reaktion lies nicht lange auf sich warten. Wie Boss Riccitiello der Börsenwelt kurz danach über Wallstreet online mitteilte, sollte sich von nun alles ändern. Weniger Fortsetzungen und mehr Innovationen. Und wenn schon Fortsetzungen, dann nur noch unter dem Aspekt der Innovation. Ob Battlefield 3 darunter fällt ist die große Frage. Die Frostbite Engine an sich ist innovativ und der Gedanke, die gesamte Umgebung einzunorden verlockend, doch muss es ausgerechnet Battlefield sein? Es bieten sich auch andere Ideen und Konzepte an und wenn man es genau nimmt, ist der einzige jemals bekannt gewordene Beweis ein hundertfach zitiertes, aber nie im Original veröffentlichtes PDF an Investoren. Dazu einige Gerüchte von der Games Convention 2007, die – nimmt man es genau – genau in den Zeitraum von Heroes fallen. Vielleicht gab es die Pläne ja wirklich und sie wurden – wie die Booster – in der Entwicklung eingestampft.

Eine Auflösung kann nur die Zukunft bringen und bis dahin wird munter spekuliert und gerätselt. Über Battlefield 3 und viele andere Themen. Zum Beispiel die Zukunft des Personal Computers und der Konsole und welche der beiden Plattformen am Ende den Sieg erringen wird. Meinungen gibt es hier wie Sand am Meer und nicht wenige Experten haben den PC bereits für tot erklärt. Ganz anders Ben Cousins, der früher selbst im Bereich Konsole gearbeitet hat und in dem eingangs erwähnten Interview mit Gamasutra etwas sehr spannendes und wichtiges sagt: Es gibt mehr PCs als Konsolen. Sehr viel mehr. Und das wird auch auf sehr lange Sicht so bleiben. Was also vom Aussterben bedroht ist, sind unter Umständen Vollpreistitel für 60 Euro auf DVD im Geschäft, das klassiche Spiel für den Personal Computer aber noch lange nicht. Konzepte und Geschäftsmodelle ändern sich und passen sich der Entwicklung des Marktes an. Das ist alles. Das dabei das eine oder andere Spiel über den Jordan geht gehört dazu. Die neuste Ausgabe von Madden-Footbal zum Beispiel, die nicht mehr für den PC erscheint. Die Verkaufszahlen waren einfach zu schlecht. Den Sieg der Konsole bedeutet das aber noch lange nicht. Höchstens einen Teilerfolg. Besonders deutlich wird das an kritischen Stimmen aus der Konsolen-Ecke. Zum Beispiel der von Sandy Duncan, der einst das Europa-Geschäft mit der Xbox aufgebaut hat. In einem Interview erklärte der jüngst die Konsole zu einem aussterbenden Modell. Fünf bis zehn Jahre gibt er der Branche noch, weil die Entwicklung einfach zu teuer ist. Und damit könnte er Recht haben, denn immerhin verlieren Sony und Microsoft mit jeder verkauften Konsole viel Geld. Doch mehr dazu ein anderes Mal.

-=Punkbuster=- Dieser Artikel wurde am 05.April 2008 von -=Punkbuster=- geschrieben.
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